Meylantviertel blüht auf: So arbeiten Anwohner mit Flüchtlingen zusammen

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Das Projekt „lokal willkommen“ kümmert sich um Flüchtlinge. Ein Beispiel für ein gelungenes Miteinander von Anwohnern und Neuankömmlingen gibt es jetzt in Wickede.

Wickede

, 12.09.2019, 14:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Begegnungsorte im Quartier zu schaffen – das sieht das Integrationsnetzwerk „lokal willkommen“, das sich um Flüchtlinge kümmert, als seine zentrale Aufgabe an.

Zu solchen Orten gehört neuerdings auch ein Garten: Auf dem Gelände des Internationalen Volunteershauses des Evangelischen Kirchenkreises Dortmund wurde der Gemeinschaftsgarten „Meylantviertel blüht auf“ angelegt.

Er ist öffentlich zugänglich, befindet sich jedoch in der geschützten Umgebung des ehemaligen Pfarrhauses an der Meylantstraße 77. Das Referat Ökumene hat die grüne Fläche zur Verfügung gestellt.

Hochbeete mit verschiedenen Gemüsesorten bepflanzt

Inzwischen stehen drei Hochbeete, bepflanzt mit alten Gemüsesorten, im Gemeinschaftsgarten. Dazu kommen selbstangefertigte Palettenmöbel, die zum Verweilen einladen.

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An den Aktionen nahmen Anwohner ebenso teil wie Flüchtlinge aus Brackel und Aplerbeck sowie Frauen und Männer, die im Volunteershaus leben und für den Evangelischen Kirchenkreis arbeiten.

Bei einem gemütlichen Picknick mit Menschen aus dem Quartier und Gästen des benachbarten Café International stellten Ella Mönch und Rebecca Dettling vom „lokal willkommen“-Team Brackel/Aplerbeck auch die nächsten Aktivitäten rund um den Garten vor: Dazu gehören unter anderem ein Workshop zur Herstellung von Naturfarben und der Bau von Insektenhotels.

Meylantviertel blüht auf: So arbeiten Anwohner mit Flüchtlingen zusammen

Mit bunten Luftballons war der Gemeinschaftsgarten an der Meylantstraße geschmückt. © lokal willkommen

Ella Mönch und Rebecca Dettling sagen: „Ein Gemeinschaftsgarten ist ein nachbarschaftlicher Treffpunkt. Die positive Nachbarschaftskultur im Quartier Meylantviertel kann durch die gemeinschaftliche Gartenanlage weiter gestärkt werden. Beim Aufbau und der Entwicklung des Gartens ergeben sich Gelegenheiten, Wissen und Erfahrungen auszutauschen und Sprachbarrieren zu überwinden.“

„Ein wichtiger Beitrag zur Stadtökologie“

Darüber hinaus sei der Gemeinschaftsgarten ein wichtiger Beitrag zur Stadtökologie. In der Planung hat „lokal willkommen“ nach Unterstützung bei Fachexperten zum ökologischen Gärtnern gesucht und sich am Labeling-Verfahren „StadtGrün naturnah“ beteiligt, um das sich Dortmund im Jahr 2018 beworben hatte.

Das Label unterstützt Kommunen dabei, ihre Grünflächen ökologisch aufzuwerten, um attraktive Lebensräume für Mensch und Natur zu schaffen.

Gefördert wird der Gemeinschaftsgarten durch die LEG NRW Mieter-Stiftung, durch Mittel im Rahmen des Bundesprogramms „Aktionsplan Soziale Stadt“ sowie durch „KOMM-AN NRW“, ein Fördermittelprogramm des Landes zur Förderung der Integration und Partizipation von Flüchtlingen in den Kommunen.

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