So funktioniert die Abzocke an der Tankstelle

ADAC klärt auf

DORTMUND Sprit-Schock an Dortmunds Tankstellen: Die Benzinpreise steigen und steigen. Viele Autofahrer fahren nur noch mit der Faust in der Tasche zur Zapfsäule. Sie fühlen sich abgezockt. Und der ADAC gibt ihnen recht.

von Von Achim Roggendorf

, 13.03.2010, 08:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Günter Trunz, Sprecher des ADAC Westfalen auf der Stadtkrone Ost.

Günter Trunz, Sprecher des ADAC Westfalen auf der Stadtkrone Ost.

Doch nicht nur die Konzerne saugten den Autofahrern den letzten Cent aus dem Portmonee. Auch freie Tankstellen füllten sich die Taschen. Dabei gebe es für die Preistreiberei keine „marktwirtschaftlich begründete Erklärung“. 2008 habe ein Fass Rohöl 150 Dollar gekostet – ein bislang einmaliger Rekord. Der Verbraucher musste pro Liter Superbenzin 1,30 Euro berappen. Aktuell liege der Preis für das Fass Rohöl nur noch bei etwa 80 Dollar, es würden an der Zapfsäule aber bis zu 13 Cent mehr verlangt. Von Preisabsprachen in Dortmund will Trunz zwar nicht sprechen. Gleichwohl sei es schon komisch, „wie schnell die Tankstellen ihre Preise aufeinander abstimmen“.

Für die Verbraucher bleibt angesichts der horrenden Preise wohl nur eine Alternative: weniger fahren. Wer nicht auf sein Auto verzichten kann oder will, sollte laut Trunz folgende Tipps beachten: „Tanken Sie montags.“ Erfahrungsgemäß seien die Benzinpreise zu Wochenbeginn niedriger als zum Beispiel an Freitagen. Und: „Tanken Sie in der Mittagspause.“ Im Berufsverkehr am Morgen und am Abend seien Aufschläge von bis zu 10 Cent keine Seltenheit. Auch sollten man auf eine Stammtankstelle verzichten. „Besser ist es, die Augen offen zu halten und den günstigsten Anbieter zu belohnen.“

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