So gefährlich ist es rund um den Keuning-Park

Überfälle, Diebstähle, Drogen

Der Park am Dietrich-Keuning-Haus ist nicht nur eine grüne Insel in der Großstadt - sondern auch ein Tatort. In den Abendstunden und nachts steigt das Risiko, dort Opfer einer Straftat zu werden. Die Stadt prüft jetzt, wie man die Angst-Räume beseitigen kann.

DORTMUND

, 05.10.2015, 03:33 Uhr / Lesedauer: 1 min
So gefährlich ist es rund um den Keuning-Park

Mehr Licht: Das soll eine der Maßnahmen gegen den „Angst-Raum Keuning-Park“ sein. Besonders der Weg vom Hauptbahnhof in Richtung Dietrich-Keuning-Haus (im Hintergrund) ist nur spärlich beleuchtet.

Die Polizei spricht von einer „Drehscheibe“. Auf die auch Straftäter aufspringen. Sie wollen Drogen verkaufen, planen Raubüberfälle oder sind als Taschendiebe unterwegs. Zivile Aufklärer und Streifenteams sollen Taten verhindern und aufklären.

Bei der Stadt ist das Problem ebenfalls bekannt. „Der Bereich des Keuning-Parks wird regelmäßig durch die Ordnungspartner mit ihrer Nordstadtstreife kontrolliert und steht angesichts immer wiederkehrender Beschwerden im Fokus des Ordnungsamtes und der Polizei“, berichtet Stadtsprecher Frank Bußmann.

Eine Idee: Mehr Licht

Die Leitung des Dietrich-Keuning-Hauses (DKH), das mitten in dem Park liegt, macht sich ebenfalls Gedanken. Ein Wunsch ist, die Beleuchtung insbesondere in der Grünanlage in Richtung Hauptbahnhof zu verbessern, sagt der stellvertretende Leiter des DKH, Levent Arslan. Eine Überlegung sei auch, durch Aktionen mehr Leben in diesen Teil des Parks zu bringen. 

Darüber hinaus gibt es bei der Verwaltung Anfragen, Bereiche der Lortzingstraße und den Stadtbahn-Haltepunkt am DKH besser zu beleuchten, berichtet Bußmann. „Dies wird zur Zeit geprüft.“ Nicht zuletzt versucht man, auch das undurchsichtige Grün zu lichten. Wenn es galt, „Angst-Räume“ zu beseitigen, habe man in Verbindung mit Polizei oder Ordnungsamt Büsche zurückgeschnitten oder sogar gerodet.

Fast 100 Straftaten pro Monat

Verunsichert sind Passanten, die zum Hauptbahnhof oder in die Nordstadt wollen, Schwimmbad-Besucher, Keuning-Haus-Gäste und -Mitarbeiter. Denn sie nutzen den Fußweg im Park auch, wenn es dunkel ist. Die Zahl der Straftaten liegt in einem hohen zweistelligen Bereich pro Monat, inklusive Drogenhandel. 

Bei Überfällen und Diebstählen sind die meist jungen Täter auf Handys, Bargeld und Schmuck aus. Ermittlungsverfahren enden nicht immer vor Gericht: Die Täter setzen sich in andere Städte oder ins Ausland ab, wenn es ihnen in Dortmund zu heiß wird. Es gibt Hinweise auf Bandenstrukturen.

Viele der jungen Täter stammen aus dem Ausland. Sie halten sich in umliegenden Städten auf. Für die Taten reisen sie nach Dortmund. Bei Festnahmen geben sie auch falsche Namen an.

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