So geht es an der Schüruferstraße weiter

Großbaustelle in Schüren

Anwohner und Geschäftsleute in Schüren benötigen weiter viel Geduld. Die Großbaustelle an der Schüruferstraße bleibt ihnen noch rund zwei Jahre erhalten. Immerhin: Ein wenig Hoffnung begleitet den Prozess. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zur Baustelle.

SCHÜREN

, 26.10.2017, 16:09 Uhr / Lesedauer: 2 min
So geht es an der Schüruferstraße weiter

Die Baustelle an der Schüruferstraße und die damit verbundene Einbahnstraßenregelung erhitzt die Gemüter im Dortmunder Süden. © Jörg Bauerfeld

Was ist das Problem an der Schüruferstraße?

Seit September laufen Arbeiten von Donetz an den Versorgungsleitungen. Nach den Arbeiten von Donetz beginnen die eigentlichen Hauptarbeiten an den Abwasserkanälen. „Ohne den Kanalbau gäbe es unsere Arbeiten jetzt gar nicht“, sagt Donetz-Projektleiter Ulrich Speckmeier. Die jetzigen Arbeiten an einer wichtigen Stelle des Strom- und Wassernetzes dieses Teils von Dortmund liegen laut dem ausführenden Unternehmen im Zeitplan.

Über die Kanalbauarbeiten sagt Dr. Christian Falk, Leiter des städtischen Eigenbetriebs Stadtentwässerung:.„Eine belastbare Zeitschiene kann ich noch nicht nennen.“ Die Ausschreibung läuft und wird noch einige Monate in Anspruch nehmen. Die Bauzeit beträgt laut Falk zwölf bis zu 14 Monate. Während der Kanalbauarbeiten wird die Schüruferstraße abschnittsweise voll gesperrt. Das ist notwendig, da der zu erneuernde Kanal mittig unter der Straße verläuft. Nach den Kanalbauarbeiten stellt das Tiefbauamt die Fahrbahn wieder her. Voraussichtliches Ende aller Arbeiten: Ende 2019.

In dieser Woche nahmen rund 40 Bürger sowie Vertreter von Donetz, der Stadt Dortmund und DSW21 an einem Termin vor Ort teil.

Welche neuen Erkenntnisse gibt es für die Anwohner ?

Die Betroffenen haben viele Ideen, wie es besser laufen könnte. Eine Ampel in beide Richtungen? Die Erlenbachstraße offen lassen oder schließen? Was ist mit der Hosbachstraße und den Konradusweg?

„Wir müssen auf den Punkt planen können, wann welche Wege offen sind“, sagt ein Gewerbetreibender. Ein Arzt von der Schüruferstraße sagt: „Meine Praxis muss für Rettungswagen erreichbar bleiben.“ Andere wohnen in Straßen wie dem Remberg, die gerade zu Ausweichstrecken werden, die Autofahrer ohne Rücksicht auf Umweltzonen oder Tempo-30-Schilder nur schnell hinter sich bringen wollen.

Nicht alles, was in den Ohren der Schürener gut klingt, ist umsetzbar. Donetz teilt mit: Eine Sperrung der Zufahrt zur Erlenbachstraße ist nicht geplant, die Zufahrt zur Straße Nagelpötchen bleibt jederzeit möglich.

Warum sind die Arbeiten gerade jetzt notwendig?

Dass die Arbeiten jetzt starten, war in gewisser Weise fremdgesteuert. Technisch, so Christian Falk, wäre es durchaus möglich gewesen noch einige Jahre zu waren. „Durch das Kommunalinvestitionsförderungsgesetz war es aber jetzt und wirklich nur jetzt möglich, an viel Geld dafür zu kommen“. Das erklärt den aus Sicht vieler Betroffener sehr kurzfristigen Beginn dieser gigantischen Baustelle. Die Alternative zur jetzigen Situation, das betonen die zuständigen Donetz-Mitarbeiter, wäre eine komplette Sperrung der Schüruferstraße gewesen. Die Vorwürfe sind bei solchen Baustellenthemen immer ähnlich. Nie sieht man jemanden auf der Baustelle, vieles dauert viel länger als angekündigt (fünf Monate statt nur die Sommerferien lang).

Die Schüruferstraße ist seit Anfang September in Richtung Aplerbeck nicht befahrbar. In der Sitzung der Bezirksvertretung am 19. September gab es Proteste von Anwohnern und Geschäftsleute. Aufgrund der Widerstände wurde das Halteverbot entlang der Baustelle bereits im September teilweise aufgehoben.
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