So geht es mit der Bahnunterführung an der Schweizer Allee weiter

Deutsche Bahn

Die Tage der alten Bahnunterführungen mit Rundbogen im Stadtbezirk sind gezählt. Nach der Unterführung an der Sölder Straße geht es jetzt auch der an der Schweizer Allee an den Kragen.

Aplerbeck

, 25.01.2019, 04:05 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die alte Unterführung ist in die Jahre gekommen und muss erneuert werden. Im Jahr 2024 soll es damit losgehen.

Die alte Unterführung ist in die Jahre gekommen und muss erneuert werden. Im Jahr 2024 soll es damit losgehen. © Jörg Bauerfeld

Ob es jetzt eine gute oder eine schlechte Nachricht ist, das sei einmal dahingestellt. Fakt ist, dass die Bahnunterführung an der Schweizer Allee in die Jahre gekommen ist und nun erneuert werden soll. 2024 soll es soweit sein, das gab jetzt die Stadt Dortmund bekannt.

Dass die Deutsche Bahn AG die Unterführung erneuern muss, das stand schon länger fest. Nur, wie die Stadt Dortmund in den Neubau involviert wird, eben noch nicht. Jetzt weiß man mehr. Das alte Bauwerk wird komplett abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Fünf Meter ist die momentane Breite der Unterführung. Drei Meter Fahrbahn für die Autofahrer, ein Meter Fußweg an den „Tunnelrändern“.

Die Wege sollen breiter werden

Der Bereich soll nun verbreitert werden, so die Pläne der Stadt Dortmund. Die Deutsche Bahn sah zunächst vor, bei dem geplanten Neubau weder die Höhe noch die Breite zu ändern – die Stadt Dortmund sieht das jedoch anders.

Die Gründe liegen hier in der Verkehrssicherheit für die Fußgänger, die sich bislang an dem laufenden Verkehr vorbeiquetschen mussten. Insgesamt acht Meter Breite sollen nach dem Umbau den Verkehrsteilnehmern zur Verfügung stehen, wobei sich der beidseitige Gehweg auf jeweils 2,50 Meter vergrößern soll.

Die Umbaukosten in Höhe von 1,2 Millionen Euro übernimmt die Stadt Dortmund. Die Deutsche Bahn AG wird sich an den Kosten beteiligen, in welcher Höhe steht noch nicht fest.

Rat der Stadt Dortmund entscheidet im März

Ob der Umbau in dieser Form kommt, darüber wird der Rat der Stadt Dortmund in seiner März-Sitzung entscheiden. Der Verwaltungsvorstand der Stadt ist jedenfalls für diesen Umbau und schlägt den politischen Gremien einen entsprechenden Beschluss vor.

Jetzt ist der Umbau der Unterführung ja nicht so ganz ohne. Denn sie bildet die Zufahrt zum Schulzentrum an der Schweizer Allee. Um den Hol- und Bringverkehr durch die Eltern zu unterbinden, gilt schon eine zeitliche Beschränkung (7.30 Uhr bis 8.15 Uhr) für die Durchfahrt von Richtung Süden. Und hier könnte es auch später Probleme geben, so sieht es zumindest Bezirksbürgermeister Jürgen Schädel: „Obwohl die Durchfahrt meines Wissens nach dem Umbau ja weiterhin auch einspurig sein wird, ist es fraglich, ob diese zeitliche Begrenzung aufrecht erhalten werden kann.“

Der normale Durchfahrtsverkehr wird für Belastungen sorgen

Anders als beim geplanten Umbau der Bahn-Unterführung an der Sölder Straße wird sich an der lichten Höhe von 2,7 Metern an der Schweizer Allee nichts ändern. Die Befürchtung, dass hier eine „Schleichstrecke“ für größere Lkw entsteht, scheint also nicht gegeben. Bleibt der normale Durchfahrtsverkehr, den es nach dem Umbau zu regeln gilt.

„Wir werden uns jetzt mit der Problematik befassen“, sagt Bezirksbürgermeister Jürgen Schädel. „Bis jetzt wissen wir als kommunale Politik noch nichts über die Planungen der Stadt. Wir werden da mal nachfragen müssen.“

Wichtig sei aber, dass die Schüler auch weiter geschützt werden und die Regelungen der Durchfahrt auch nach dem Umbau bestehen bleiben. Tempo 30 soll übrigens im Bereich der Unterführung bestehen bleiben, so sieht es die Planung der Stadt Dortmund vor.

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