So geht es mit der Neven-Subotic-Stiftung weiter

Nach Wechsel des BVB-Profis

Neven Subotic hat Dortmund als Fußballprofi verlassen. In der vergangenen Woche verkündete der BVB den Wechsel des Serben zum französischen Erstligisten AS Saint-Étienne. Mit der Stadt ist er aber auch durch seine vor fünf Jahren gegründete Neven-Subotic-Stiftung verbunden. Wir haben nachgefragt, wie es nun mit der Stiftung weitergeht.

DORTMUND

, 29.01.2018, 12:20 Uhr / Lesedauer: 2 min
So geht es mit der Neven-Subotic-Stiftung weiter

Neven Subotic kümmert sich künftig von Frankreich aus um seine Stiftung. Der Sitz der Neven-Subotic-Stiftung bleibt aber Dortmund. Regelmäßig fliegen der Fußballprof und sein Team nach Äthiopien, um sich vor Ort von der Stiftungsarbeit zu überzeugen. © Dammberg, Temme, Schaede

Als Liebling der Fans von Borussia Dortmund bleibt Neven Subotic dieser Stadt ohne jeden Zweifel erhalten. Aber auch als Botschafter für Kinder in Not.

Neben seinem sportlichen Vermächtnis und seinem eigenen Parkplatz an der Lindemannstraße (den er 2011 nach der BVB-Meisterschaft nach einer ausgelassenen Party im Kreuzviertel bekam) hinterlässt der 29-Jährige in Dortmund nämlich auch seine Neven-Subotic-Stiftung.

Fest in Dortmund etabliert

„Der Sitz der Stiftung ist und bleibt – unabhängig von Nevens Aufenthaltsort – auch weiterhin hier in Dortmund“, sagt Shari Malzahn vom Stiftungsvorstand im Gespräch mit unserer Zeitung. In den vergangenen fünf Jahren habe das Team in Dortmund eine wunderbare Basis geschaffen, um auch in den nächsten Jahren wertvolle und erfolgreiche Arbeit leisten zu können.

Die Stiftung – sie ist am Westenhellweg beheimatet – sei in Dortmund fest etabliert und daran solle sich in Zukunft auch nichts ändern. „Wir denken, dass es richtig ist, hier eine feste Anlaufstelle zu haben“, sagt Malzhan. Dortmund sei die Heimat der Stiftung und bleibe auch für immer ein Stück Heimat von Neven Subotic. „Wir sind deshalb guter Dinge, dass das funktionieren wird.“

Weniger Präsenz bei Terminen

Der Fußballprofi werde sich künftig von Frankreich aus um die Stiftungsarbeit kümmern. „Wir sind online über alle Wege verknüpft“, sagt Shari Malzhan. Deswegen werde sich nicht viel ändern.

Nur eines: Neven Subotic wird in Zukunft durch seinen neuen Fußballjob deutlich weniger Termine persönlich wahrnehmen können, nicht mehr so oft Vorträge halten und Spenden entgegennehmen können. „Wir hoffen aber, dass die Unterstützung für unserer Arbeit nicht nur an einer Person hängt“, sagt Shari Malzhan.

113 Projekte in Äthiopien realisiert

Subotic hat die Stiftung Ende 2012 gegründet. Mittlerweile hat sie sechs Festangestellte und gut 30 ehrenamtliche Mitarbeiter. Die Stiftung sorgt dafür, dass im Norden Äthiopiens, einem der ärmsten Länder der Welt, Trinkwasserbrunnen und Sanitäranlagen in der Nähe von Schulen und Gemeinden gebaut werden. Langfristig soll so sicher gestellt werden, dass mehr Kinder zur Schule gehen können. Seit der Gründung wurden bislang 113 Projekte realisiert.

Weitere Infos zur Stiftung gibt es hier.
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