So groß will die Arbeiterwohlfahrt in der Dortmunder City ihr 100-jähriges Bestehen feiern

rn100 Jahre Awo

Der Kirchentag und das Pokémon-Go-Wochenende sind gerade vorbei, da bahnt sich schon das nächste Großereignis in der Stadt an. Die Awo feiert in der ganzen City ihr 100-jähriges Bestehen.

Dortmund

, 11.07.2019, 14:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ende August/Anfang September feiert die Arbeiterwohlfahrt in Dortmund ihr 100-jähriges Bestehen – und nimmt dazu fast die gesamte City in Beschlag. Gut 50.000 Gäste aus ganz Deutschland werden erwartet.

Warum in Dortmund? „Dortmund ist die heimliche Hauptstadt der Arbeiterwohlfahrt, erklärt Jörg Richard vom Awo-Bezirk Westliches Westfalen. „Hier haben wir Tradition, die eng mit der Geschichte der Region verbunden ist. Hier ist die Awo groß geworden und immer noch groß.“

Immerhin hat der Awo-Bezirk Westliches Westfalen mit Sitz in Dortmund als größter Bezirksverband in Deutschland 20.000 Beschäftige in Einrichtungen von der Altenpflege bis zur Behindertenarbeit und 35.000 Mitglieder.

Programm in weiten Teilen der City

Und viele davon feiern mit am Festwochenende vom 30. August bis 1. September. Das Programm verspricht eine Mischung aus Kirchentag und „Dortbunt“-Stadtfest. Es gibt am Freitag und Samstag (30./31.8.) zwischen Katharinenstraße und Kleppingstraße, Reinoldikirche und Rathaus mehr als 100 Stände mit Informationen und Aktionen, zahlreiche Bühnen und ein großes Kinderfest. Höhepunkt sind Konzerte auf dem Friedensplatz unter anderem mit Liedermacher Konstantin Wecker - und das alles kostenlos.

Die größte Bühne steht an der Reinoldikirche, wo das Fest am 30. August (Freitag) eröffnet und es an zwei Tagen Musik und Talkrunden gibt.

Kinderfest an der Reinoldikriche

Auf der Nordseite von St. Reinoldi steht eine Kinderbühne mit einer Wissenschaftsshow und Kinderliedermachern, eingebettet in ein Kinderfest mit Zirkuszelt, Bastel- und Spielangeboten. „Die Sternwarte Bochum kommt zum Beispiel mit einer Abschussstation für selbst gebastelte Raketen“, sagt Mitorganisator Christopher Becker.

Straßenfußball kann man auf dem Alten Markt spielen, wo Ex-Fußball-Profi Ingo Anderbrügge sein Projekt „Fußballfabrik“ vorstellt.

Geierabend und Konstantin Wecker

Auf der großen Bühne am Friedensplatz kann man am Freitagabend (30.8.) den Geierabend – natürlich auch mit den „Awo-Oppas“ – und die Soulband „Komm‘ Mit Manns“ erleben, am Samstag (31.8.) folgen ab 19 Uhr Irish Folk mit Five Alive‘O und Konstantin Wecker mit Band. Den Abschluss bilden hier am Sonntag (1.9.) von 11 bis 14 Uhr ein Familienfest und ein Kinder-Rock-Konzert mit den Bands Radau! und Randale.

Dazwischen gibt es in der Fußgängerzone zwischen Petri- und Reinoldikirche, in Kleppingstraße und Katharinenstraße kulinarische Angebote aus den verschiedenen Awo-Küchen und Zelte, in denen sich die Awo und ihre Kooperationspartner vorstellen. „An jedem Stand kann man mitmachen oder etwas ausprobieren“, kündigt Awo-Sprecherin Katrin Mormann an.

Rotes Schals und „Wundertüten“

Eines gibt es nicht: Auf lange Politikerreden wird verzichtet. „Wir feiern gemeinsam mit den Menschen“, betont Jörg Richard. Viele Ehrenamtliche aus den Ortsvereinen und Einrichtungen der Awo bringen sich denn auch in das Fest ein – indem sie zum Beispiel „Wundertüten“ mit Geschenken gepackt oder rote Schals gestrickt haben, die während des Festwochenendes für einen guten Zweck verkauft werden. Der Erlös geht an das Kinderhilfsprojekt „Tischlein deck Dich“ und fünf Einrichtungen der Dortmunder Obdachlosenhilfe.

Und wer ein wenig ausspannen will von all dem Trubel, findet Ruheräume mit Kunst- und Literatur in Räumen der Awo-Eingliederungshilfe an der Leuthardstraße.

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