So hat das Klinikum per Twitter den Dortmund-Tatort seziert

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Selten legt ein Internist im OP selbst Hand an, und Kommissar Faber bräuchte eine Abteilung, die es im Dortmunder Klinikum nicht gibt – so kommentierte das Klinikum den Tatort per Twitter.

Dortmund

, 15.04.2019, 16:53 Uhr / Lesedauer: 2 min

Den 14. Dortmund-Tatort „Inferno“ haben mit besonderem Interesse rund 80 Mitarbeiter des Dortmunder Klinikums beim Public Viewing im Krankenhaus verfolgt. Parallel hat Marc Raschke, Leiter der Unternehmenskommunikation im Klinikum, das Geschehen auf der Leinwand per Twitter kommentiert sowie auf Facebook und Instagram begleitet.

So erfuhren die 1941 Follower auf Twitter und die 6935 auf Instagram, dass der Raum, in dem die Leiche von Dr. Gisela Mohnheim gefunden wurde, die ehemalige (stillgelegte) Poststelle des Klinikums ist, die für den Dreh vom Tatort-Team umgebaut wurde.

Über „lustige“ Szene gewundert

Wundern musste sich das Klinik-Personal aber über eine „lustige“ OP-Szene, bei der plötzlich ein Internist mit dem Operationsbesteck Hand anlegte. „Macht der sonst eher selten“, witzelte das Klinikum.

Als schwerkranker Patient des Klinikums war Wilfried während der Dreharbeiten im April 2018 als Komparse dabei. Er war bei der Ausstrahlung kurz als Patient in der Notaufnahme zu sehen, während Kommissarin Martina Bönisch telefonierte.

„Gerade eben war Wilfrieds großer Moment“, twitterte Raschke und erzählte auf Facebook eine rührende Geschichte. Da nicht sicher war, ob Wilfried die Erstausstrahlung noch erleben würde, kam Regisseur Richard Huber im letzten Jahr wenige Wochen nach den Dreharbeiten ins Klinikum und zeigte Wilfried exklusiv als Weltpremiere die Folge im Büro der Geschäftsführung.

Sogar eine persönliche Videobotschaft von Hauptdarsteller Jörg Hartmann gab es für Wilfried zur Preview. Wie das Klinikum am Sonntag per Twitter mitteilte, konnte er die Folge noch im Fernsehen sehen, allerdings inzwischen in einem Pflegeheim.

Alte Anfahrt gibt es nicht mehr

Die alte Anfahrt zum Klinikum, den Hinterausgang des Gebäudes, den die Kommissare immer wieder benutzten, ist Geschichte. Dieser Teil des Gebäudes hatte „seinen letzten großen Auftritt“, hieß es bei Twitter. „Die Anfahrt wurde inzwischen abgerissen, jetzt entsteht da ein großer Anbau.“

Die Kantine, die im Tatort zu sehen war, ist auch real die Kantine im Klinikum, verriet Raschke. Dort gebe es immer donnerstags Currywurst. Und weiter heißt es, dass Einzige, was das Klinikum Dortmund nicht im realen Leben anbiete, „ist eine Abteilung für Psychiatrie. Nur so ein Tipp für Herrn Faber“.

Die Mitarbeiter des Klinikums seien „schon stolz darauf, dass man beim Tatort dabei gewesen ist“, resümierte Klinikumssprecher Raschke am Montag, „während der fast neun Drehtage sind auch Freundschaften mit Mitgliedern der Filmcrew entstanden.“

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