Bei der Bundestagswahl haben die Wahlberechtigten eine Stimme für Direktkandidierende und eine für die Parteien. © Kevin Kindel
Rückblick

So hat Dortmund bei den Bundestagswahlen seit 1990 abgestimmt

In den vergangenen 30 Jahren hat sich die Parteienlandschaft in Dortmund deutlich verändert. Unsere Grafik zeigt den Weg von der absoluten Mehrheit der SPD bis zur jüngsten Bundestagswahl.

Angela Merkel ist vor 16 Jahren Bundeskanzlerin geworden. Seitdem haben sich die Stimmanteile der Parteien in Dortmund deutlich verändert. Doch davor waren die Machtverhältnisse ganz klar verteilt.

Im Dezember 1990, als die Menschen in Dortmund zum ersten Mal wiedervereinigt mit denen aus der ehemaligen DDR gewählt haben, war die Lage ganz klar.

SPD hatte bis einschließlich 2002 die absolute Mehrheit

Stolze 53 Prozent der Zweitstimmen, mit denen nicht die Direktkandidaten, sondern die Parteien gewählt werden, fielen in Dortmund auf die SPD. Mit einigem Abstand folgte die CDU (30,1 Prozent). Noch einmal so groß war die Lücke zur FDP (8,6 Prozent) und zu den Grünen (4,7 Prozent). Die AfD gab es noch lange nicht, Die Linke bekam als PDS nicht einmal ein halbes Prozent.

Bis zur bislang letzten Bundestagswahl im Jahr 2017 sind die vier Letztgenannten aber in einen engen Kampf um Platz drei getreten. Nie erreichte eine dieser Parteien bei einer Bundestagswahl in Dortmund mehr als 13 Prozent der Zweitstimmen. Zuletzt landeten aber alle über 8.

Vor allem die SPD hat währenddessen an Gunst verloren. Von der absoluten Mehrheit ging es seit Angela Merkels Kandidatur deutlich bergab. 2017 konnte die SPD noch 31,3 Prozent der Stimmen für sich gewinnen - blieb aber stärkste Kraft in Dortmund. Die CDU bekam 24,5 Prozent.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Kevin Kindel, geboren 1991 in Dortmund, seit 2009 als Journalist tätig, hat in Bremen und in Schweden Journalistik und Kommunikation studiert.
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Kevin Kindel