So lief das Jahr 2015 für die Westfalenhallen

Bilanz

Lustig geht es zu in den Dortmunder Westfalenhallen: Comedians wie Atze Schröder, Mario Barth oder die neue Generation um Luke Mockridge und "Der Dennis" garantieren hohe Besucherzahlen. Und die Altgedienten kommen fast jährlich in die Westfalenmetropole, "was uns natürlich freut, weil dadurch eine gewisse Anzahl Veranstaltungstage immer garantiert ist", sagte Veranstaltungschef Jochen Meschke am Donnerstag bei der Vorstellung des Hallen-Ergebnisses für 2015.

DORTMUND

, 01.07.2016, 16:28 Uhr / Lesedauer: 2 min
So lief das Jahr 2015 für die Westfalenhallen

Schrill, bunt und ein bisschen verrückt: 30.000 Besucher kamen 2015 zur Premiere der Comic Con.

Es war ein gutes Jahr, die „schwarze Null“ steht am Rheinlanddamm, wie Hauptgeschäftsführerin Sabine Loos mitteilen konnte. 1,7 Millionen Menschen kamen zu den unterschiedlichen Messen und Shows, und manche Überraschung gab es in Sachen Vorverkaufszahlen.

Dass das Pop-Oratorium „Luther“ gleich zweimal in Halle 1 gastierte und sich als Besuchermagnet erwies, war so eine. Ein turnusmäßig starkes Messejahr hat ebenfalls zum Erfolg verholfen, Besuchergaranten wie die „Creativa“ und die „Intermodellbau“ zogen jeweils wieder rund 80.000 Besucher an, noch besser lief es für die „Motorräder“, die mit mehr als 100.000 Zweiradfans den Rekord für 2015 aufstellte.

Positiver Trend

Und: Mit Neuveranstaltungen wie der „Cake&Bake“ und der „Comicon“ konnte Dortmund ebenfalls punkten. Insgesamt kamen zu den Messen 744.452 Gäste nach nicht ganz 700.000 im Vorjahr. Auch die anderen Bereiche – Veranstaltungen und und KHC (Kongresszentrum, Hotel und Catering) – schließen sich dem Positiv-Trend an.

Besonders erfreulich für die KHC: Die Auslastung des Hallenhotels der Mercure-Kette konnte von 55 auf 67 Prozent gesteigert werden. Für dieses Jahr sehe es ähnlich positiv aus, so KHC-Chef Frank Weeke. Jochen Mesche, der fürs Veranstaltungsgeschäft verantwortlich ist, kündigte auch für 2017 große Namen in Halle 1 an. Details durfte er noch nicht nennen.

So legte das operative Ergebnis im vergangenen Jahr von 3,3 auf 5,3 Millionen zu, mit insgesamt 1,7 Millionen Besuchern erreichten die Westfalenhallen das Ergebnis des Vorjahres. 42,5 Millionen Euro Umsatz wurden gemacht, auch das liegt im grünen Bereich, weil es mehr als zehn Prozent mehr als 2014 sind.

Was junge Leute mögen

Insgesamt gab es 36 Messen (davon 28 Gastmessen) in Dortmund und 203 andere Veranstaltungen, darunter eben auch die komischen. Dass die gut laufen, freut auch die Veranstalter. Die Produktionskosten sind relativ niedrig, die Eintrittspreise deshalb auch. Zahlt man für ein Rockkonzert mal eben schnell 80 Euro, darf schon für 30 gelacht werden. Junges Publikum mag das.

Damit auch weiter die Besucherströme fließen und Dortmund mithalten kann im harten Konkurrenzkampf um Kartenverkäufe, wird investiert. „Welcome 2018“ heißt das Projekt, auf das man sich sehr freue, sagt Sabine Loos. Gebaut werden ein neues Eingangsportal und eine Besucherpassage für die Messe. Mitte Mai hat bereits die Modernisierung des Obergeschosses im Kongresszentrum begonnen.

Es gibt eine den Zeiten angepasste Inneneinrichtung und das technische Niveau wird angehoben. Anfang September will man fertig sein. 2017 soll es gleich mehrere neues Messen in Dortmund geben. „Joe Weiders Bodybuilding“ zum Beispiel, eine Publikumsmesse rund um Muckis, dem Fachpublikum dagegen vorbehalten ist eine Messe rund um alles, was man in der Werkstatt benötigt. Schade eigentlich.

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