So sah der Dortmunder Weihnachtsmarkt vor 50 Jahren aus

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Der Dortmunder Weihnachtsmarkt, der jetzt Weihnachtsstadt heißt, zieht Besucher aus Nah und Fern an. Der Anfang dazu wurde vor 50 Jahren gemacht. Auch ohne größten Weihnachtsbaum der Welt.

Dortmund

, 29.11.2019, 17:44 Uhr / Lesedauer: 1 min

„Ski und Rodel gut“, sangen die Westfälischen Nachtigallen auf der Bühne. Tatsächlich hatte es in Dortmund geschneit, als am 30. November 1969, dem 1. Adventssonntag, der Weihnachtsmarkt offiziell eröffnet wurde.

Immerhin: Rund 1000 Frühaufsteher kamen zu der Eröffnungsveranstaltung vor die Bühne auf dem Alten Markt, die in Form einer Hanse-Kogge gestaltet war. Das Programm mit viel Musik wurde live vom WDR übertragen. „Als die Sendung um 9.30 Uhr beendet war, zogen die Verkaufsstände ihre Vorhänge hoch. Das Geschäft lief an. Schon bald duftete es nach Mandeln, gegrilltem Spanferkel und Rostbratwürstchen“, berichteten die Ruhr Nachrichten am 1. Dezember.

Hanse-Kogge als Bühne

Die Hanse-Kogge als Bühne, gesponsert von der Dortmunder Hansa-Brauerei, und das Veranstaltungsprogramm waren relativ neu. Schon 1948 hatte es zwar schon den ersten Weihnachtsmarkt nach dem Krieg in Dortmund gegeben. Die Anfänge waren allerdings bescheiden.

Doch der Markt wuchs nach und nach. 1964 wurde der Alte Markt zum Haupt-Veranstaltungsplatz. Hier gab es auch einen großen, beleuchteten Weihnachtsbaum, Kinderkarussells und ein Veranstaltungszelt für Kinder. Platzkonzerte von Polizei- und Werksorchestern sorgten für Unterhaltung.

Ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm wurde aber erst 1968 etabliert. Zugleich startete die Stadt eine umfangreiche Werbekampagne im Umland für den Weihnachtsmarkt, der nun gut 90 Stände auf dem Alten Markt und an der Reinoldikirche umfasste.

So sah der Dortmunder Weihnachtsmarkt vor 50 Jahren aus

So sah der Alte Markt mit Hanse-Koggen-Bühne Ende der 1960er-Jahre aus. Der Schmuck der Weihnachtsmarkt-Stände hielt sich noch in Grenzen. © Volmerich, Oliver

„Dortmunds fröhliche Weihnachtszeit will nicht nur Kinderaugen leuchten lassen, sondern vor allem einmal mehr das Bild der Stadt als Treffpunkt für die Besucher aus dem Umland blankputzen“, schrieb die WAZ zum Weihnachtsmarkt-Start 1969. In diesem Jahr waren im Vorfeld tausende Veranstaltungsprogramm verschickt und Werbeplakate „von Siegen bis Rheine und Gütersloh“ geklebt worden.

Besucher aus dem Umland

Der Erfolg gab den Stadtwerbern recht: Allein am Eröffnungstag am 1. Dezember 1969 kamen 130.000 Besucher in die City. Dortmund war auf dem Weg, „den größten und interessantesten Weihnachtsmarkt des Landes“ zu etablieren - und das noch ohne den größten Weihnachtsbaum der Welt.

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