So schön ist die B1 in Dortmund

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Für die einen ist sie eine Art Autobahn, für andere ein Boulevard mit Geschichte. Ein Fotoprojekt zeigt jetzt die besonderen Qualitäten der B1 in Dortmund.

Dortmund

, 28.09.2019, 08:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wer über die Autobahn 40 durchs Ruhrgebiet fährt, erlebt den „Ruhrschnellweg“ in weiten Teilen als langes Autobahnband, eingezwängt zwischen Häuserschluchten und Lärmschutzwänden. Erst auf Dortmunder Stadtgebiet wandelt sich das Bild der Verkehrsader.

Auf der B1-Allee muss man zwar runter vom Gas, fährt dafür aber durch einen grünen Stadtraum mit besonderen Gebäuden, Bürohäusern und Villen. Denn zwischen Schnettkerbrücke und Stadtkrone-Ost ist die Stadt noch sichtbar und erlebbar.

Genau das zeigt ein ungewönliches Kalenderprojekt: Die Initiative B1 Dortmund plus, der Bund Deutscher Architekten (BDA) Dortmund-Hamm und der Bund Deutscher Landschaftsarchitekten (BDLA) NRW haben 13 Fotografen eingeladen, die B1 ins Bild zu setzen.

So schön ist die B1 in Dortmund

Viel Spaß hatten die Fotografen (v.l.) Karin Hessmann, Sabrina Richmann, Axel M. Mosler, Gerhard P. Müller, Anja Cord, Frank Schultze, Gudrun Kreuzer, Friedrich Stark, Cornelia Suhan und Benito Barajas bei dem Fotoprojekt an der B1. © Dieter Menne

Eine Auswahl der Fotos erscheint nun unter dem Titel „Dortmunder Lebensader – Dortmunder Fotografen zeigen die einzigartige B1-Allee“ als Kalender für das Jahr 2020.

„Wir wollen damit versuchen, die positiven Seiten der B1 bildreich darzustellen“, erklärt BDA-Vorstand Marcus Patrias. Mit dem Kalender soll die historische Achse „als gestalteter und erhaltenswürdiger Natur- und Kulturraum“ ins Bewusstsein der Stadt gerückt werden.

So schön ist die B1 in Dortmund

Das Titelbild des B1-Kalenders zeigt die Schnettkerbrücke mit der Kulisse von Florianturm bis Stadion. © Cornelia Suhan

Der Kalender wird im Format DIN A2 hochwertig produziert und kann auch von Firmen in höherer Auflage bestellt werden. Vertrieben werden soll er zum empfohlenen Preis von 34,90 Euro ab November auch über den Buchhandel und (nach Vorbestellung für 29,90 Euro) im Baukunstarchiv am Ostwall.

Denkmalspaziergang an der B1

Die Initiatoren machen sich schon seit längerer Zeit für einen behutsamen Umgang mit der B1 in Dortmund stark. Bei einem Symposium im Mai 2017 machten Experten auf die Geschichte der Straße aufmerksam, die als „Schmuck-Boulevard“ zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstand.

Dieser Boulevard-Charakter, so der Wunsch der Experten, soll auch künftig erhalten bleiben, die B1 nicht zur Stadtautobahn werden. Das spielt dann auch eine Rolle bei der Diskussion um den Umbau der Stadtbahn-Haltestellen auf der B1 und die Zugänge zu den U-Bahn-Stationen.

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Zur Sprache kommen Geschichte und Zukunftspläne für die B1 auch in einer landesweiten Veranstaltungsreihe des BDA. Unter dem Titel „Vom einstigen Schmuckboulevard zur gesichtslosen Stadtautobahn - und wieder zurück?“ lädt die Initiative B1 Dortmund plus am Montag (30.9.) zu einem „Denkmalspaziergang“ an die B1 im Bereich Gartenstadt ein. Treffpunkt ist um 16 Uhr am Westfalendamm 267 (gegenüber Parkhotel Wittekindshof).

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