So soll das Fußballmuseum aussehen

Entscheidung gefallen

Eine echte Überraschung ist es nicht mehr: Das DFB-Fußballmuseum in Dortmund soll nach den Plänen des Düsseldorfer Architekturbüros HPP Hentrich-Petschnigg & Partner gebaut werden. Das renommierte Büro setzte sich am Ende gegen zwei Konkurrenten durch.

DORTMUND

von Von Oliver Volmerich

, 26.09.2011, 15:54 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bis zuletzt haben die Juroren des unter Federführung der Stadt ausgeschriebenen Architektenwettbewerbs lange mit sich gerungen. Aus 23 Entwürfen wurden zunächst drei ausgewählt, die dann in ein Verhandlungsverfahren aufgenommen wurden und vor allem mit Blick auf die Kosten nochmals überarbeitet werden mussten. Jetzt fiel mit der Vertragsunterzeichnung die Entscheidung wie erwartet für das HPP-Modell: ein kastenförmiger Baukörper, der die volle Länge des bisherigen Busbahnhofs am Königswall einnimmt. Clou ist eine Medienfassade über dem Eingang neben der Katharinentreppe.  

„HPP Hentrich-Petschnigg & Partner ist bei Würdigung aller Wettbewerbskriterien der kompletteste Entwurf gelungen. Baukörper und innere Raumstruktur ermöglichen ein vielfältiges Museumserlebnis.Mit seinem Wechselspiel aus geschlossener und transparenter Fassade entsteht ein repräsentatives Gebäude und eine neue urbane Landmarke“, sagt Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau, der wie DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger, Ligaverbandspräsident Dr. Reinhard Rauball und NRW-Staatssekretär Professor Klaus Schäfer als Sachpreisrichter dem Preisgericht unter Vorsitz des Architekten Professor Peter Kulka angehörte.

Mit der Beauftragung von HPP-Architekten haben wir im Realisierungsprozess einen wichtigen und entscheidenden Schritt unternommen“, sagt Manuel Neukirchner, Sprecher der Geschäftsführung der Stiftung DFB-Museum. „Der Entwurf des Baukörpers nimmt die Aufgaben der Ausstellungskonzeption vollständig auf. Aus diesem Zusammenspiel ergeben sich die Voraussetzungen für eine repräsentative, innovative, multimediale und inhaltlich anspruchsvolle Erlebniswelt, die unser Museum sein möchte.“

Immerhin müssten sich die Architekten von HPP mit dem Thema Fußball gut auskennen. Sie lieferten die Pläne für die Arena "AufSchalke" und die BayArena in Leverkusen. Bekannt wurden sie auch durch Projekte wie das „Dreischeibenhaus“ in Düsseldorf, die Sanierung des Leipziger Hauptbahnhofes, des „Langen Eugen“ in Bonn oder der Düsseldorfer Tonhalle. Baubeginn auf der rund 6.000 Quadratmeter großen Grundstücksfläche soll nach der Planungs- und Genehmigungsphase im Frühjahr 2012 sein. Läuft alles glatt soll das Museum dann im Sommer 2014 Eröffnung feiern - möglichst pünktlich zur Fußball-WM in Brasilien. Die ersten Vorbereitungen laufen schon. Denn im Norden des Hauptbahnhofs beginnen in dieser Woche die Bauarbeiten für einen neuen Busbahnhof. Denn der alte weicht am Königswall bis Frühjahr 2012 dem Fußball-Museum. 

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