So stehen die Chancen von Dortmunds Bundestagskandidaten

Wer zieht ins Parlament ein?

16 Dortmunder Kandidaten wollen in den neuen Bundestag - doch wie viele von ihnen werden nach der Bundestagwahl am 24. September tatsächlich Dortmund im deutschen Parlament vertreten? Wir haben uns die Chancen der einzelnen Bewerber einmal genauer angeschaut.

DORTMUND

, 20.09.2017, 04:04 Uhr / Lesedauer: 1 min
Überall in der Stadt werben Dortmunds Bundestagskandidaten für sich - doch wer hat wirklich Chancen auf einen Sitz im Parlament?

Überall in der Stadt werben Dortmunds Bundestagskandidaten für sich - doch wer hat wirklich Chancen auf einen Sitz im Parlament?

Am Sonntag wählt Dortmund den neuen Bundestag. In den beiden Wahlkreisen Dortmunds bewerben sich insgesamt 16 Kandidaten um einen Sitz im Parlament. In unserer Fotostrecke zeigen wir die Chancen der Kandidaten all jener Parteien, die ernsthafte Chancen auf den Einzug in den Bundestag haben, also von CDU, SPD, Grüne, Linke, FDP und AfD.

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Wie groß sind die Chancen von Dortmunds Bundestagskandidaten?

Wie viele Dortmunder ziehen nach der Bundestagswahl am 24. September in den Bundestag ein? Die Chancen der Direktkandidaten der größeren Parteien sind höchst unterschiedlich. Wir geben einen Überblick.
19.09.2017
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Marco Bülow (SPD, Wahlkreis 142 – Dortmund I): Er ist der Platzhirsch in seinem Wahlkreis, den er seit 15 Jahren im Bundestag vertritt - und das aller Voraussicht nach auch die nächsten vier Jahre machen wird. In einer Wahlprognose von election.de führt der 46 Jahre alte Journalist mit 13 Prozentpunkte vor Thorsten Hoffmann von der CDU (41 zu 28 Prozent, Stand, 17.9.).© Foto: Stephan Schütze
Thorsten Hoffmann (CDU, Wahlkreis 142 – Dortmund I): Die Chancen des 56 Jahre alten Polizisten, seinen Sitz im Bundestag zu behalten (er rückte im Januar 2015 für Roland Pofalla nach), stehen schlecht. Im Kampf um das Direktmandat liegt er laut election.de-Prognose 13 Prozentpunkte zurück. Und auf der Landesliste der Kandidaten, die nicht direkt gewählt werden, steht Hoffmann auf Platz 52. Bei der erwartet großen Anzahl an CDU-Direktmandaten ist es sehr unwahrscheinlich, dass das reicht.© Foto: Stephan Schütze
Ulla Jelpke (Die Linke, Wahlkreis 142 – Dortmund I): Die ehemalige Grüne war bereits von 1990 - 1994 als Parteilose auf dem Ticket der PDS Mitglied des Bundestags. Seit 2005 sitzt die 66-jährige Journalistin wieder im Bundestag, diesmal für die Linke - und wird es wohl auch nach dem 24. September. Denn ihre Partei hat sie auf den aussichtsreichen Platz fünf der Landesliste gesetzt.© Foto: Stephan Schütze
Markus Kurth (Grüne, Wahlkreis 142 – Dortmund I): Auch der 51-jährige Politikwissenschaftler hat gute Chancen auf einen Sitz im neuen Bundestag. Wie schon 2013 hat der Landesparteitag den Dortmunder und rentenpolitischen Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion erneut auf den aussichtsreichen Listenplatz 8 gesetzt - zurzeit verfügen die NRW-Grünen über 13 Mandate im Deutschen Bundestag. Es wäre die fünfte Legislaturperiode von Kurth, der seit 2002 Bundestagsabgeordneter ist.© Foto: Stephan Schütze
Max Zombek (FDP, Wahlkreis 142 – Dortmund I): Auch wenn die FDP laut Umfragen hoffen darf, bei dieser Bundestagswahl mehr Stimmen zu holen als vor vier Jahren - der 24-jährige Student der Philosophie, Politik und Economics ist ein Kandidat ohne Listenplatz und damit ohne Chance, tatsächlich in den Bundestag einzuziehen. Bei election.de-Erststimmen-Prognose kommt er momentan auf vier Prozent.© Foto: Stephan Schütze
Heiner Garbe (AfD, Wahlkreis 142 – Dortmund I): Er kommt bei der Erststimmen-Prognose von election.de mit 10 Prozent auf Platz 3 der Kandidaten. Trotzdem hat der 62-jährige Journalist keine Chance, in den Bundestag zu kommen, da ihn seine Partei auf keinen Listenplatz gesetzt hat.© Foto: Stephan Schütze
Sabine Poschmann (SPD, Wahlkreis 143 – Dortmund II): Seit 2013 im Bundestag, stehen ihre Chancen auf eine zweite Amtszeit sehr gut: Poschmann wird aller Voraussicht nach ihren Wahlkreis erneut gewinnen. Nach der letzten Erhebung von election.de vom 17.9. liegt die 48-jährige Betriebswirtin bei den Erststimmen zwölf Prozentpunkte vor ihrem Hauptkonkurrenten Steffen Kanitz (42 zu 30 Prozent).© Foto: Stephan Schütze
Steffen Kanitz (CDU, Wahlkreis 143 – Dortmund II): Dass der 33-jährige Diplom-Kaufmann und Kreisvorsitzende der Dortmunder CDU auch nach der Wahl im Bundestag sitzt, ist wahrscheinlich, aber nicht sicher. Beim Kampf um die Erststimmen ist der Vorsprung seiner SPD-Konkurrentin Sabine Poschmann wohl zu groß, doch hat Kanitz einen relativ guten Platz auf der Landesliste der NRW-CDU, nämlich Rang 13. Ob dieser gezogen wird, hängt von der Anzahl der gewonnenen Direktmandate der CDU in NRW ab.© Foto: Stephan Schütze
Ingrid Reuter (Grüne, Wahlkreis 143 – Dortmund II): Es ist mehr als unwahrscheinlich, dass die 60-jährige Sachbuchredakteurin am 24. September zum ersten Mal in den Bundestag einzieht. Reuter, die seit 2001 Dortmunder Ratsmitglied ist, wurde von ihrer Partei nicht auf die Landesliste gesetzt. Sie müsste also schon ihren Wahlkreis direkt gewinnen, was bei den sechs Prozent der Stimmen, die sie laut der neuesten election.de-Prognose auf sich vereint, illusorisch ist.© Foto: Stephan Schütze
Sven Görgens (FDP, Wahlkreis 143 – Dortmund II): Die Chancen des 37-Jährigen, in den Bundestag einzuziehen, dürften gleich Null sein. Görges, der hauptberuflich als Geschäftsführer der Fraktion FDP / Bürgerliste im Rathaus arbeitet, steht nicht auf der Landesliste seiner Partei.© Foto: Stephan Schütze
Celine Erlenhofer (Die Linke, Wahlkreis 143 – Dortmund II): Die 19-jährige Jura-Studentin ist die jüngste Bundestagskandidatin in Dortmund. Packen für einen Umzug nach Berlin muss sie nicht: Sie steht nicht auf der Landesliste ihrer Partei und müsste dafür ihren Wahlkreis direkt gewinnen, was bei ihren gegenwärtig sieben Prozent in der election.de-Prognose eine politische Sensation wäre.© Foto: Stephan Schütze
Matthias Helferich (AfD, Wahlkreis 143 – Dortmund II): Der 28-jährige Diplom-Jurist kandidiert erstmals für den Bundestag. Chancen einzuziehen dürfte er keine haben. Auf der Landesliste, die bis Platz 24 reicht, steht er nicht, und als Direktkandidat kommt er nach der Erststimmen-Prognose von election.de aktuell auf zehn Prozent.© Foto: Stephan Schütze

Das Hamburger Wahlprognose-Unternehmen election.de sieht bei den Erststimmen in beiden Dortmunder Wahlkreisen eindeutig die SPD-Kandidaten vorne. Doch abseits des Direktmandats ist vor allem bei den kleineren Parteien entscheidend, wo die Kandidaten auf den jeweiligen Landeslisten stehen. Sie entscheiden darüber, welche Kandidaten jene Bundestagsmandate besetzen, die die Parteien über die Zweitstimme erhalten.

 

 

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