So stellen sich Handel und Gastronomie in der City auf den Kirchentag ein

rnEvangelischer Kirchentag

Die City wird dank des Kirchentags voller Besucher sein. Doch die Frage, ist, ob Handel und Gastronomie davon profitieren. Die Unsicherheit bei den Geschäftsleuten ist groß.

Dortmund

, 18.06.2019, 17:27 Uhr / Lesedauer: 2 min

Was bringt uns der Kirchentag? Heiner und Susanne Fischer haben lange überlegt. In der sechsten Generation führen sie die alteingesessene Bäckerei Fischer am Rathaus, berühmt für ihre Salzkuchen. Lohnt es sich, etwa am Donnerstag zu Fronleichnam zu öffnen? Das ist eine der vielen Fragen, die sich die Geschäftsleute gestellt haben.

So stellen sich Handel und Gastronomie in der City auf den Kirchentag ein

Das Cafe von Fischer am Rathaus wird auch am Fronleichnams-Tag geöffnet sein - in der Hoffnung auf viele Kirchentags-Besucher. © Oliver Volmerich

Auch wenn der Betrieb im Herzen der City normalerweise am Feiertag geschlossen hat, haben sich die Fischers entschlossen, zumindest das Cafe zu öffnen. Dort kann man dann auch Brötchen und Getränke kaufen, kündigt Heiner Fischer an. „Wir wollen damit zu dem besonderen Anlass auch Dortmunder Gastfreundschaft zeigen.“

Ähnlich machen es andere Bäckereien wie „Beckmann‘s“ gleich gegenüber. Auch dort ist Fronleichnam ausnahmsweise geöffnet.

City am Mittwoch gesperrt

Am Mitwoch, Freitag und Samstag gelten eh die üblichen Geschäftszeiten. Mit der Einschränkung, dass ab Mittwochnachmittag die City zur Eröffnung voll in Kirchentags-Hand sein wird.

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Auf die komplette Sperrung der City an diesem Tag für den Auto- und Lieferverkehr haben sich Fischers ebenfalls eingestellt. Das Lager ist schon in der vergangenen Woche mit Waren gefüllt worden. Einem Hochbetrieb in der Backstube durch den Kirchentag steht also nichts im Wege.

Die Gastronomie in der City dürfte auf jeden Fall zu den Gewinnern des Kirchentages gehören, prophezeit Kirchentags-Sprecher Stephan von Kolson.

Der Handel wohl eher nicht, auch, wenn die City spätestens ab Mittwoch zur Eröffnung des Kirchentages voller Besucher sein wird. So zeigen es auch die Erfahrungen aus anderen Gastgeberstädten. Denn wer Kultur und Gottesdienste erleben will, kauft eher nicht nebenbei neue Schuhe, einen Anzug oder einen neuen Fernseher.

Grüne Bänke vom Cityring

„Es wird Einschränkungen und Einbußen für den Handel geben“, glaubt auch Dirk Rutenhofer, der Vorsitzende des Cityrings. Aber er hofft wie die Stadt darauf, das viele auswärtige Besucher später noch einmal wiederkommen und sich der Kirchentag damit auch für den Handel zumindest langfristig auszahlt.

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Ganz bewusst hat sich die Gemeinschaft der Innenstadt-Kaufleute deshalb entschieden, ebenfalls Gastfreundschaft zu zeigen: Gemeinsam mit dem Kirchentag wurden überall im Stadtzentrum grüne Bänke aufgestellt, auf denen sich müde Kirchentags-Teilnehmer ausruhen können. „Auch das ist ein Stück Dortmunder Gastfreundschaft“, erklärt Rutenhofer.

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