Passanten auf dem Kaiserberg am Phoenix-See: Innerhalb Dortmunds verbreitet sich das Coronavirus weiter sehr unterschiedlich. © picture alliance/dpa (Symbolbild)
Neue Auswertung

So verteilen sich die Corona-Fälle im Herbst auf Dortmunds Stadtbezirke

In Dortmund gab es in den vergangenen vier Wochen nur noch halb so viele Neuinfektionen wie zuvor. Doch innerhalb der Stadt bleiben die Unterschiede groß, wie eine neue Auswertung zeigt.

Für das Dortmunder Gesundheitsamt ist die Sache klar: „Die vierte Infektionswelle liegt hinter uns“, schreiben die städtischen Gesundheitsexperten in der jüngsten Fachkommentierung zu den Corona-Zahlen in den Stadtbezirken.

Tatsächlich zeigen die einmal monatlich veröffentlichten Daten zu den Corona-Neuinfektionen auf Stadtbezirksebene, wie sehr sich die Infektionslage innerhalb Dortmunds abgeschwächt hat: Im Untersuchungszeitraum zwischen dem 14. September und dem 13. Oktober verzeichnete das Gesundheitsamt 1700 neue Corona-Fälle – in den vier Wochen davor, zum Höhepunkt der vierten Welle, waren es noch fast doppelt so viele (3324).

Diese 1700 Fälle verteilen sich jedoch nach wie vor höchst unterschiedlich auf das Stadtgebiet: Mehr als jede fünfte Neuinfektion (372) wurde in der Nordstadt registriert – das waren mehr als in den drei südlichen Stadtbezirken Aplerbeck, Hörde und Hombruch zusammen (314).

Im Vergleich zur letzten Auswertung Mitte September seien die Unterschiede zwischen den Stadtbezirken jedoch wieder etwas kleiner geworden, schreibt das Gesundheitsamt in seiner Fachkommentierung. Das sei „ein Hinweis darauf, dass sich auch in den Bezirken mit den höchsten Inzidenzen das Infektionsgeschehen wieder verlangsamt hat.“

Das zeigt auch ein Blick auf die durchschnittliche Betroffenheit der Stadtbezirksbevölkerung: Steckten sich im Untersuchungszeitraum in der Nordstadt rechnerisch 6,2 von 1000 Einwohnern mit Corona an, waren es im Stadtbezirk Aplerbeck „nur“ 1,7 von 1000 Einwohnern.

Das ist immer noch ein großer Unterschied - der aber längst nicht mehr so groß wie zwischen Mitte August und Mitte September. Damals hatten sich in der Nordstadt rechnerisch 15,2 von 1000 Einwohnern infiziert - Aplerbeck stand damals fast fünfmal besser da (3,2 neue Fälle pro 1000 Einwohner).

Scharnhorst ist nach Nordstadt am stärksten betroffen

Abseits der Nordstadt war Scharnhorst der am stärksten von Corona betroffene Stadtbezirk im Untersuchungszeitraum: Hier infizierten sich rechnerisch 4,1 von 1000 Einwohnern. Beim prozentualen Anstieg der Gesamt-Infiziertenzahlen in den jeweiligen Stadtbezirken liegt Scharnhorst mit einem Plus von 6,9 Prozent auf Augenhöhe mit der Nordstadt (+7 Prozent)

Nach wie vor steckten sich im Untersuchungszeitraum schwerpunktmäßig Menschen aus den jüngeren und mittleren Altersklassen an, schreibt das Gesundheitsamt. Betroffen seien „in ganz überwiegender Zahl Menschen, die noch keine Impfung gegen Covid-19 erhalten haben“.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
1984 geboren, schreibe ich mich seit 2009 durch die verschiedenen Redaktionen von Lensing Media. Seit 2013 bin ich in der Lokalredaktion Dortmund, was meiner Vorliebe zu Schwarzgelb entgegenkommt. Daneben pflege ich meine Schwächen für Stadtgeschichte (einmal Historiker, immer Historiker), schöne Texte und Tresengespräche.
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Thomas Thiel