So viel Geld verdient der Durchschnitts-Dortmunder im Monat

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Mit seinem Arbeitslohn liegt der Durchschnitts-Dortmunder ganz knapp unter dem Bundesdurchschnitt. Das zeigt eine Statistik der Agentur für Arbeit. Dortmunder Arbeitgeber kommen besser weg.

Dortmund

, 29.08.2020, 05:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wo in Deutschland bezahlen die Arbeitgeber ihren angestellten Vollzeitarbeitskräfte am meisten? Und in welchen Städten und Kreisen leben die Menschen mit dem höchsten und niedrigsten Durchschnittseinkommen?

Antworten auf diese Fragen gibt die Entgeltdatenstatistik der Bundesagentur für Arbeit für das Jahr 2019.

Dortmund schneidet in der Statistik nicht unbedingt überragend ab und liegt im bundesweiten Städte- und Landkreisvergleich beim Entgeltniveau insgesamt auf Platz 94.

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Einen Euro unter Bundesdurchschnitt

Laut Statistik betrug das mittlere monatliche Bruttoentgelt von Vollzeitbeschäftigten in Deutschland im Jahr 2019 exakt 3401 Euro.

In Dortmund lebende Arbeitnehmer verdienten nach Angabe der Bundesagentur für Arbeit im vergangenen Jahr durchschnittlich 3400 Euro monatlich. Somit liegen Dortmunder einen Euro unter dem Bundesdurchschnitt.

Als Wert für die Angabe dient der Medianlohn, beziehungsweise das mittlere Einkommen. Das bedeutet, dass die Hälfte der Vollzeitarbeitnehmer mehr verdient, die andere Hälfte weniger – der Medianlohn liegt also genau in der Mitte.

Hier wohnen die Bestverdiener im Revier

Auch darüber, wo im Ruhrgebiet die Menschen mit dem höchsten Durchschnittseinkommen leben, gibt die Erhebung der Entgeltdaten 2019 Auskunft. Der Durchschnitts-Dortmunder landet in dieser Liste auf Platz 6.

Laut Bundesagentur hat Mülheim an der Ruhr in diesem Ranking die Nase vorn mit 3691 Euro. Darauf folgen Essen (3573 Euro), Bochum (3565 Euro), Bottrop (3498 Euro) und Oberhausen (3439 Euro).

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Weniger als in Dortmund verdienen Arbeitnehmer im Ruhrgebiet mit Wohnort Duisburg (3389), Hagen (3322 Euro), Herne (3261 Euro), Gelsenkirchen (3208 Euro) und Hamm (3192 Euro).

Wolfsburg an der Bundesspitze

Bei den Kreisen der Region liegt Wesel mit 3546 Euro an der Spitze, Recklinghausen findet sich auf Platz 2 mit 3445 Euro wieder. Der Kreis Unna wird mit 3354 Euro ausgewiesen.

Bundesweit leben die Bestverdiener in Wolfsburg (4669 Euro), Erlangen (4437 Euro) und im Main-Taunus-Kreis (4326 Euro).

Arbeitgeber im Ruhrpott im Vergleich

In der Statistik wird zudem nicht nur angegeben, wie viel die Bewohner der Städte durchschnittlich verdienen, sondern auch, wie gut die Arbeitgeber in den jeweiligen Städten bezahlen.

Denn nur weil jemand in Dortmund wohnt, heißt das schließlich nicht, dass er auch zwangsweise in Dortmund arbeitet. Genauso arbeiten bei Dortmunder Betrieben nicht nur Dortmunder Bürger.

So schneiden Dortmunder Arbeitgeber im Ruhrgebiets-Vergleich ab: Die kreisfreie Ruhrgebietsgroßstadt, in der der Durchschnitt des von dortigen Arbeitgebern gezahlten Bruttoentgeldes am höchsten ist, ist Duisburg. 3672 Euro weist die Statistik für die Stadt aus. Essen landet mit 3662 Euro im Ranking auf Platz 2.

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Mülheim an der Ruhr belegt mit 3643 Euro den dritten Platz. Dortmund rangiert hier mit einem durchschnittlich gezahlten Entgelt von 3508 Euro auf Platz 4. Im Durchschnitt bezahlen Dortmunder Betriebe also mehr, als Dortmunder Bürger durchschnittlich verdienen.

Erst hinter Dortmund landen die anderen kreisfreien Ruhrgebietsstädte: Bochum (3449 Euro), Herne (3442 Euro), Oberhausen (3409 Euro), Hagen (3400 Euro), Gelsenkirchen (3354 Euro), Bottrop (3222 Euro). Am wenigsten zahlen laut Entgeltdatenerhebung die Arbeitgeber mit Sitz in Hamm (3186 Euro).

Wolfsburg auch hier an der Spitze

Für die drei Ruhrgebietslandkreise weist die Statistik folgende gezahlten Durchschnittsbruttoentgelder aus: Recklinghausen mit 3260 Euro, Kreis Wesel mit 3219 Euro und Kreis Unna mit 3113 Euro.

Bundesweit am meisten zahlen Arbeitgeber, die in Wolfsburg (5089 Euro), Ingolstadt (5004 Euro) und Erlangen (4907 Euro) beheimatet sind.

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