So viele Raserunfälle gab es seit 2010 auf dem Wall

Illegale Autorennen

Der schwere Unfall am Wochenende hat das Raser-Problem auf dem Ostwall wieder in die Schlagzeilen gebracht. Der Wallring ist seit den frühen 1990er-Jahren berüchtigt für seine illegalen Autorennen. Doch ein Blick in die Unfallstatistik der vergangenen Jahre überrascht.

DORTMUND

, 22.12.2015, 18:12 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bei dem Unfall auf dem Ostwall am Wochenende krachte eines der Autos gegen einen Baum - die beiden Insassen des Wagens wurden schwer verletzt.

Bei dem Unfall auf dem Ostwall am Wochenende krachte eines der Autos gegen einen Baum - die beiden Insassen des Wagens wurden schwer verletzt.

Der Unfall, der sich am vergangenen Wochenende in der Nacht zu Samstag auf dem Ostwall zugetragen hat, weckt bei vielen Dortmundern die Erinnerung an die „Ostwall-Raser“, die in den vergangenen Jahrzehnten mehrfach auf sich aufmerksam gemacht haben.

Bei einem riskanten Manöver hat ein 21-Jähriger Hagener bei einem Spurwechsel das Fahrzeug eines ebenfalls in Hagen wohnenden 18-Jährigen geschnitten. Als dieser ausweichen wollte, kam er von der Straße ab und prallte auf dem Grünstreifen zwischen Innen- und Außenwall mit seinem BMW vor einen Baum.

Verhältnismäßig wenig Raserunfälle

Er und sein 17-jähriger Beifahrer wurden dabei schwer verletzt. Rettungswagen brachten sie ins Krankenhaus. Der zunächst flüchtige 21-Jährige wurde später von Polizeibeamten gestoppt, als er die Unfallstelle auf der Gegenseite passierte. Zeugen hatten den Wagen erkannt.

Der folgenreiche Unfall täuscht allerdings darüber hinweg, dass auf dem stark befahrenen Wall verhältnismäßig wenige Unfälle passieren, die auf überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen sind. Seit 2010 hat es laut Polizei auf dem Wall insgesamt 14 Verkehrsunfälle gegeben, die zu dieser Kategorie gehören. 

Polizei setzt weiter auf Kontrollen auf dem Wall

Trotz der eher geringen Zahlen setzt die Polizei laut Sprecherin Nina Vogt auch künftig auf Kontrollen. „Dabei geht es nicht nur um überhöhte Geschwindigkeit, sondern auch illegale Manipulationen an den Fahrzeugen.“

Vogt legt aber auch Wert darauf, dass man nicht im Vorfeld alle „Tuning-Freunde“ verteufeln könne. „Viele kommen hierher, zeigen ihre Autos, auf die sie stolz sind und in die sie viel Geld gesteckt haben.“ Die „schwarzen Schafe“ werde man aber weiter im Auge behalten.

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