So will ein 17-Jähriger die Schule revolutionieren

App-Entwickler

Vertretungsplan-Apps gibt es an vielen Schulen. Die App von Marius Schönefeld will viel mehr sein. Sie soll Schüler, Lehrer und Eltern vernetzen, Kommunikation und Lernen verbessern. Zwei Jahre vor dem Abi gründete der 17-Jährige jetzt eine Firma für die Vermarktung von "Svapp". Er will damit die Schulen in die digitale Zukunft führen.

DORTMUND

, 15.09.2016, 01:02 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ohne Smartphone läuft bei Marius Schönefeld (17) nichts. Seine erste eigene App brachte er bereits mit 14 Jahren auf den Markt.

Ohne Smartphone läuft bei Marius Schönefeld (17) nichts. Seine erste eigene App brachte er bereits mit 14 Jahren auf den Markt.

Wie kommt ein Schüler dazu, eine App zu programmieren und eine Firma zu gründen?

Marius Schönefeld hat sich das  Programmieren selbst beigebracht. Im Alter von zehn hat er damit angefangen und sich mit Hilfe von Youtube vorangetastet. Mit 14 bot er seine erste Entwicklung im App-Store an - eine Schul-App. An der Europaschule wird sie erfolgreich genutzt.

Mit seinem Startup "Schönefeld Class" verfolgte er seine Idee, die App weiterzuentwickeln. Daraus entstand "Svapp!" - eine App, die Schulen revolutionieren soll. Hinter Svapp steht eine neue Firma, "Neext UG", die Marius Schönefeld gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Nils Freyberg führt.

Was kann Svapp?

Svapp steht vor allem für das vernetzte Lernen an Schulen und Bildungseinrichtungen. Svapp ermöglicht eine optimale Interaktion zwischen Lehrern und Schülern sowie den Austausch der Schüler untereinander, und zwar schulübergreifend. Die Vision des Entwicklers: Die Englisch-Hausaufgaben werden auf die Schnelle von einem Schüler in England gecheckt. Weltweit sollen sich Schüler vernetzen können, um sich auf Prüfungen oder Klausuren vorzubereiten. Es soll möglich sein, beispielsweise Aufgaben per App mitzuteilen und zu erklären. Die Funktionen der Vertretungsplan-App sind natürlich auch integriert. Wenn die ersten Schulstunden ausfallen, können das die Schüler schon vor dem Aufstehen erfahren.

Wie sieht es mit dem Datenschutz aus?

Es sind laut Entwickler keine Rückschlüsse oder Statistiken über Ausfälle oder Vertretungen zu generieren. Alle über die App ausgetauschten Informationen sind nach deutschen Standards verschlüsselt.

Gibt es Svapp bereits?

Nein. Am 15. September 2016 startet ein Crowdfunding, um die Entwicklung zu ermöglichen. Mindestens 10.000 Euro müssen über die Plattform startnext.com zusammenkommen, um das Projekt zu realisieren. Die Aktion läuft bis zum 16. Oktober 2016.

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