Sondereinsatz: Ordnungsdienst geht gegen illegale Straßenprostitution vor

Nordstadt

Die Bekämpfung illegaler Straßenprostitution: Das war das Ziel eines Sondereinsatzes des Kommunalen Ordnungsdiensts in Dortmund. Ein potenzieller Freier schlug einer Stadt-Mitarbeiterin ins Gesicht.

Dortmund, Nordstadt

, 19.04.2021, 16:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bei einem Sondereinsatz am Mittwoch (14.4.) ist der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) der Stadt Dortmund gegen die Prostituierten- und Freierszene in der Nordstadt vorgegangen. Auch der Nordmarkt, der Mehmet-Kubasik-Platz, der Keuningpark sowie die Münsterstraße standen im Fokus, wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht.

Zwischen 8 Uhr und 2 Uhr nachts am Folgetag seien insgesamt 81 Personalien festgestellt und 60 Platzverweise ausgesprochen worden. Die Mitarbeiter hätten zudem 44 Anzeigen geschrieben, weil unerlaubt Kontakt zu Frauen aufgenommen wurde, um mit ihnen sexuelle Handlungen gegen Geld zu vereinbaren.

Gegen drei bereits behördlich bekannte Prostituierte seien Verfahren wegen der verbotenen Ausübung der Prostitution in Dortmund eingeleitet worden. Eine Prostituierte sei in Gewahrsam genommen worden, um einen zuvor ausgesprochenen Platzverweis geltend zu machen, heißt es.

Potentieller Freier leistet Widerstand bei Kontrolle

Auch den sogenannten „Freiersuchverkehr“ habe man kontrolliert, was zu fünf straßenverkehrlichen Sanktionen geführt habe. Als man bei einem potentiellen Freier die Personalien habe feststellen wollen, soll er starken Widerstand geleistet und einer Mitarbeiterin des KOD ins Gesicht geschlagen haben. Ihn erwarte eine Anzeige – die Mitarbeiterin habe weiterarbeiten können.

Jetzt lesen

Acht Verfahren seien wegen des Konsums von Betäubungsmitteln eingeleitet worden. Die Polizei sei hinzugerufen worden, die drei Anzeigen wegen des Besitzes und des Handels mit Drogen fertigte, heißt es.

Hierbei gilt: Während es in der Hand der Polizei liegt, beim Handel und dem Besitz von Drogen einzuschreiten, kann der KOD beim öffentlichen Konsum „weicher Drogen" selbst Anzeigen schreiben – und tut dies auch regelmäßig.

Zivilteam werden Drogen angeboten

Am Nachmittag hätten Zivilkräfte des Ordnungsamtes einen Mann dabei beobachtet, wie er eine Plastiktüte im Keuningpark zu Boden warf – darin befanden sich laut Mitteilung zwei Plastiktütchen mit vermutlich Marihuana. Zeitgleich seien einem weiteren Zivilteam im Keuningpark Drogen angeboten worden. Die Person sei bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten worden.

Bei einer weiteren Kontrolle nach 22 Uhr habe jemand erneut eine Tüte mit vermutlich Marihuana weggeworfen. Auch hier kam die Polizei zur Unterstützung, heißt es.

Verwarngelder gab es dreimal für das Verrichten der Notdurft beziehungsweise für unerlaubte Müllentsorgung. 14 weitere Anzeigen gab es wegen des Verstoßes gegen die Corona-Schutzverordnung, wegen weiterer unerlaubter Abfalllagerung sowie wegen grob ungehöriger Handlung, wozu beispielsweise auch das Verrichten der Notdurft zählt.

Schlagworte:

Dortmund am Abend

Täglich um 18:30 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter Über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Lesen Sie jetzt