Sonnenfinsternis-Brillen in Dortmund ausverkauft

Riesiger Ansturm

Das Interesse an der teilweisen Sonnenfinsternis am Freitagvormittag ist in Dortmund riesig - die für ihre Beobachtung nötigen Schutzbrillen sind hingegen absolute Mangelware. Die Vorräte der städtischen Optiker sind erschöpft.

DORTMUND

, 19.03.2015 / Lesedauer: 2 min
Sonnenfinsternis-Brillen in Dortmund ausverkauft

Schüler des Reinoldus- und Schiller-Gymnasium haben mit Schutzbrillen schon einmal die bevorstehende Sonnenfinsternis am 20. März geprobt.

Die Wettervorhersage für die Zeit der Sonnenfinsternis von 9.30 bis 12 Uhr sieht gut aus. Der Deutsche Wetterdienst sagt für Dortmund und weite Teile NRWs für den frühen Morgen zwar Nebel an, der werde sich im Laufe des Vormittages aber verziehen. Der Höhepunkt der partiellen Sonnenfinsternis erwartet der Astronomische Verein Dortmund am Freitag übrigens um 10.39 Uhr. Los geht's aber schon ab 9.30 Uhr. Besucher können an der Volkssternwarte im Westfalenpark vorbeikommen und durchs Teleskop blicken. 

Wer jetzt noch eine Sonnenfinsternis-Brille benötigt, hat schlechte Karten: „Es sieht schlecht aus“, sagt Svea Kordt, Sprecherin der Augenoptiker-Innung in Dortmund. „Es gibt keine Brillen mehr.“

Innung: Viele haben das Thema etwas verpennt

Jetzt kämen immer mehr Schulklassen, die auf die Schnelle noch größere Stückzahlen brauchen. „Nichts zu machen“, sagt sie. Es könnte sein, dass der eine oder andere Optiker noch eine Brille in der Schublade habe, aber eigentlich gäbe es keine mehr. Viele hätten das Thema einfach etwas verpennt.

Wer ungeschützt in die Sonne blickt, riskiert jedoch seine Sehkraft, warnen Experten. Als ungefährliche Variante zum direkten Blick in den Himmel empfiehlt das NRW-Schulministerium, das Naturschauspiel im Unterricht auf eine Wand zu projizieren. An vielen Schulen dürfen Kinder zum Beispiel vom Schulhof aus zusehen. Teilweise benötigen die Schüler dafür aber eine Einverständniserklärung ihrer Eltern.

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