Sozialamts-Sanierung startet - Bürger müssen sich an neue Adressen wenden

rnSozialamt wird saniert

Nach der spektakulären Bombenentschärfung vor der Haustür wird das Sozialamtsgebäude zur Baustelle. Für die Sanierung ziehen 300 Mitarbeiter um. Die Sanierung wird deutlich teurer als geplant.

Dortmund

, 25.01.2020, 07:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Vorboten waren schon spürbar. Einer der zwei Bombenblindgänger, die am 12. Januar mit großem Aufwand im Klinikviertel entschärft wurden, lag im Innenhof des Sozialamtes an der Luisenstraße. Dass er entschärft werden musste, hat mit der bevorstehenden Sanierung des Gebäudekomplexes zu tun. Und die steht kurz vor dem Start.

Das Gebäude-Ensemble am Eck Poststraße/Luisenstraße aus den 1950-Jahren ist deutlich sichtbar in die Jahre gekommen. 2016 wurde deshalb die Sanierung beschlossen, die anfangs 10 Millionen Euro kosten sollte. Zuletzt, im September 2018, war schon von knapp 14 Millionen Euro Baukosten die Rede. Brutto kommt man jetzt auf eine Summe von 14,9 Millionen Euro.

Dazu kommen Kosten von rund 200.000 Euro für den Umzug des Amtes, der nun begonnen hat. Der Großteil der rund 300 Mitarbeiter zieht mit Sack und Pack in das Gebäude der ehemaligen Frenzelschule am Entenpoth in Hörde.

In Containern, amtlich „Modulbauten“ genannt, sind zusätzliche Räume entstanden. Das alte Schulgebäude, das später auch als Übergangsdomizil für das ebenfalls sanierungsreife Jugendamt genutzt werden soll, wurde dazu für rund 3,25 Millionen Euro umgebaut und für weitere 750.000 Euro mit moderner Datentechnik ausgestattet.

Sozialamts-Sanierung startet - Bürger müssen sich an neue Adressen wenden

Das Gebäude der ehemaligen Frenzelschule in Hörde wurde als Interimsstandort für das Sozialamt hergerichtet. © Felix Guth

Voraussichtlich bis Ende 2021 sind hier neben der Amtsleitung des Sozialamts das zentrale Wohnraummanagement und die Abteilungen für Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz und zur Wohnraumsicherung sowie für Hilfen für kranke, behinderte und pflegebedürftige Menschen untergebracht.

Nach dem Umzug ist das zentrale Wohnraummanagement ab Montag, 27. Januar, am neuen Standort am Entenpoth 34 erreichbar. Für die Abteilungen für Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz und zur Wohnraumsicherung gibt es am Entenpoth bis zum 31. Januar einen Notdienst, Ab dem 3. Februar sind die Mitarbeiter dann regulär in der früheren Frenzelschule im Dienst.

Umzug bis zum 5. März

Ein weiterer Übergangsstandort ist das Gebäude Kleppingstraße 21-23/Ecke Viktoriastraße. Hier sind vorübergehend die Fachstelle für Beschäftigungsförderung und die Abteilung für Leistungen zur Bildung und Teilhabe untergebracht. Der Umzug findet hier allerdings erst zwischen dem 18. Februar und 4. März statt. Ab dem 5. März soll das alte Sozialamt dann leer sein.

Sozialamts-Sanierung startet - Bürger müssen sich an neue Adressen wenden

So soll das Sozialamtsgebäude nach dem Umbau aussehen. © Stadt Dortmund Immobilienwirtschaft

Unmittelbar danach kann dann die Sanierung des Gebäudekomplexes starten. Auf dem Programm stehen die energetische Sanierung von Dach und Fassaden.

Fenster und Türen werden ausgetauscht, der Brandschutz und die Haustechnnik von der Heizung bis zur Datenverkabelung und den Sanitäranlagen komplett erneuert. Nicht zuletzt soll das Gebäude auch weitgehend barrierefrei und dazu mit Aufzügen und Hubliften ausgestattet werden. Ende 2021 soll alles fertig sein.

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