Späte BVB-Landung sorgt für Flughafen-Ärger

Ausnahme für Kicker

Wieder Ärger um einen späten BVB-Flieger: Um 22.50 Uhr am Samstag setzte eine Propellermaschine aus Augsburg auf der Landebahn des Flughafens Dortmund auf. An Bord: das Team des BVB. Die Schutzgemeinschaft Fluglärm macht jetzt wegen der späten Landung Ärger.

DORTMUND

von Von Bettina Kiwitt

, 13.03.2012, 05:52 Uhr / Lesedauer: 2 min
Eine Dash 8 - mit einer Maschine dieses Typs war der BVB unterwegs.

Eine Dash 8 - mit einer Maschine dieses Typs war der BVB unterwegs.

 Darin weist Wirtz darauf hin, dass die Verspätungsregelung bis 23 Uhr nur für Linienmaschinen, aber nicht für Charterflugzeuge gelte. Die Schutzgemeinschaft wende sich „mit aller Entschiedenheit“ gegen diese „Großzügigkeit“, insbesondere vor dem Hintergrund des laufenden Genehmigungsverfahrens zu der Ausweitung der Betriebszeiten.Die Genehmigung sei „eine sehr seltene Einzelfallentscheidung“ gewesen, wie sie im Durchschnitt einmal im Jahr vorkomme, sagt Sigrun Rittrich, Pressesprecherin der Bezirksregierung Münster. „Nach sehr intensiver und sorgfältiger Prüfung“ habe der zuständige Dezernent die Genehmigung erteilt. Es sei richtig, dass die reguläre Verspätungsregelung bis 23 Uhr nur für planmäßige Flugzeuge gelte, da seien bis zu 20 Ladungen im Monat möglich. Aller Voraussicht nach werde es im März nur wenige solcher Ladungen geben. Darüber hinaus sei die Dash 8 ein sehr leises Flugzeug.

 Im Dezember 2010 sei die Bezirksregierung noch sehr gescholten worden, weil sie dem BVB die Ladung um 23.02 Uhr verweigert habe, erinnert Rittrich. Im Landeanflug musste der Flieger aus Nürnberg damals nach Paderborn abdrehen, die Spieler wurden von dort mit Bussen nach Dortmund gebracht. Damals habe der BVB ein „Spiel mit dem Feuer“ gewagt und die Sache schon mit der Anfrage zu sehr „ausgereizt“, so Rittrich.  

 BVB-Mediendirektor Josef Schneck will sich auf die „Polemik“ von Ursula Wirtz nicht einlassen. Seiner Kenntnis nach sei es das erste Mal, dass der BVB von einer Ausnahmereglung profitiert habe. „Das wird so schnell wohl nicht wieder passieren.“  Dass Sympathien für den BVB die Entscheidung der Bezirksregierung beeinflusst haben könnten, hält Sigrun Rittrich für unwahrscheinlich: „In Münster haben wir eher Schalke-Fans, weil Gelsenkirchen zu unserem Regierungsbezirk gehört.“  

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