Späte Wärmedämmung

BV-Beschluss zur Modernisierung der Reichshof-Grundschule liegt fünf Jahre zurück

01.06.2007, 16:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

2002 hatte das Vorortparlament entschieden, die Reichshof-Schule, Am Westheck 73, mit Vollwärmeschutz inklusive eines neuen Außenputzes auszustatten. Dafür stellte die BV 220 000 Euro zur Verfügung. Anfragen, warum die Modernisierung noch nicht erfolgt sei, beantwortete die Stadt mit dem Hinweis auf die vorrangigen Brandschutz-Maßnahmen. Nun teilte die Immobilienwirtschaft der BV mit, dass es zur nachhaltigen Senkung der Energiekosten besser wäre, auch das Dach zu dämmen. Natürlich wird das teurer. Sie schlägt deshalb vor, nur den östlichen Gebäudeteil, in dem sich die Aula befindet, zu modernisieren. Die SPD wollte sich schon bereiterklären, dem Vorschlag der Stadt zu folgen, die 220 000 Euro nur für den östlichen Gebäudeteil auszugeben, mit Restmitteln die Sanierung des westlichen Teils anzufinanzieren und dann in 2008 vollends zu bezahlen. Doch dann schaltete sich Wolfgang Stut-Schilp (CDU) ein. Er nannte den Vorschlag der Stadt, für das Geld nur einen Teil der Schule wärmezudämmen, «kümmerlich». Auch lasse sich überhaupt nicht absehen, ob die BV die Gesamtkosten letztlich schultern könne. Unionsfraktionssprecher Christian Barrenbrügge warnte im Hinblick auf mögliche Ausgaben für die Jugend davor, jetzt schon die verbleibenden Gelder der BV zu binden. «Hier geht es aber auch um die Jugend», meldete sich Angelika Sieckmann (SPD) zu Wort. Wenn die BV die Gesamtmaßnahme nicht trage, werde jetzt der falsche Gebäudeteil saniert. Dann sei es wichtiger, das Hauptgebäude, in dem die meisten Schüler ihre Klassen hätten, zu erneuern. Die BV einigte sich darauf, die Sanierung am östlichen Gebäudeteil mit den 220 000 Euro aus 2002 beginnen zu lassen und dann mit einem Kostenvoranschlag der Verwaltung im August über das weitere Vorgehen zu entscheiden. u.b.

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