SPD-Antrag: „nicht nachvollziehbarer Drang“, einen Weg zu durchfahren

rnFuß- und Radweg

Es gibt in Dortmund einen Fuß- und Radweg, bei dem Autofahrer einen unwiderstehlichen Drang verspüren, ihn mit dem Auto zu durchfahren. Das will die SPD nun ändern.

Wickede, Asseln

, 28.10.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

In der Sitzung der Bezirksvertretung Brackel am 5. November werden nicht nur ein neuer Bezirksbürgermeister und sein(e) Stellvertreter gewählt, es geht auch bereits um erste Sachthemen. Eines davon betrifft die schmale Straße Webershohl zwischen Asseln und Wickede.

Die SPD-Fraktion stellt den Antrag, für eine wirksame Sperrung der Straße zwischen Asseln und Wickede zu sorgen. Außerdem soll die Straße in einen gemeinsamen Fuß- und Radweg (Anlieger frei) oder einen verkehrsberuhigten Bereich umgewandelt werden.

Es gibt keine Gehwege und keine Randstreifen

Die schmale Straße, so heißt es in dem vom SPD-Fraktionsvorsitzenden Thomas Wesnigk unterzeichneten Antrag, grenze an Hausgärten und Grabeländer. Sie sei teilweise durch hohe Hecken eingefriedet.

Da es weder Gehwege noch Randstreifen gebe, stehe man unmittelbar auf der Fahrbahn und sei für andere Verkehrsteilnehmer erst im letzten Moment zu sehen.

Viele Wickeder gehen hier spazieren und nutzen die fußläufige Verbindung nach Asseln. Daher sei der Webershohl schon vor vielen Jahren hinter dem Löschteich für den Durchgangsverkehr durch Pfosten abgesperrt worden. Diese Pfosten werden jedoch ständig entfernt.

Und, so wörtlich: „Der nicht nachvollziehbare Drang, von Richtung Asseln den Weberhohl zu durchfahren ist so groß, dass sogar über den Acker gefahren wurde.“ Die SPD bringt hohe Bodenpoller wie im Klinikviertel oder hohe Quer-Bordsteine in die Diskussion, die von Radfahrern umfahren werden können.

Die Straße Webershohl ist eine schmale Straße ohne Gehwege oder Randstreifen. Wer von einem der Grundstücke kommt, steht direkt auf der Fahrbahn

Die Straße Webershohl ist eine schmale Straße ohne Gehwege oder Randstreifen. Wer von einem der Grundstücke kommt, steht direkt auf der Fahrbahn. © Andreas Schröter

Und auf einen weiteren Aspekt macht die SPD aufmerksam: Weil in der Corona-Pandemie der Radverkehr erheblich zugenommen habe, seien auch Radler zu einer Gefahr für die Fußgänger geworden. Eine Ausweisung des Wegs als gemeinsamer Fuß- und Radweg fordere Radfahrer zu mehr Rücksicht auf.

Einen ähnlichen Effekt hätte eine verkehrsberuhigte Zone nach Ansicht der SPD. Anlieger sollen aber auf jeden Fall die Möglichkeit behalten, ihre Grundstücke anzufahren.

Erste Gerüchte in Sachen Bezirksbürgermeister-Wahl

In Sachen Bezirksbürgermeister-Wahl gibt es mittlerweile erste Gerüchte, dass sich wohl der Kandidat der SPD, Hartmut Monecke, erwartungsgemäß durchsetzen kann. Das haben offenbar Gespräche zwischen den beteiligten Fraktionen hinter den Kulissen ergeben.

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Die öffentliche Sitzung findet am Donnerstag (5.11.), 16 Uhr, unter Corona-Bedingungen in der Aula der Geschwister-Scholl-Gesamtschule, Haferfeldstraße 3-5, statt. Auch eine Einwohnerfragestunde ist nach dem Wahlprocedere wieder vorgesehen.

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