SPD berät im Westerwald - auch über die Wahlwiederholung

Klausurtagung

Mitten im Chaos rund um die Wiederholung der Stadtratswahl ist die SPD-Fraktion im Dortmunder Rat zu einer dreitägigen Fraktionsklausur aufgebrochen. Bis Sonntag tagt man im Westerwald. Unsere Reporter waren vor Ort.

BÜRDENBACH/DORTMUND

von Von Gaby Kolle und Peter Bandermann

, 13.01.2012, 19:24 Uhr / Lesedauer: 2 min

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SPD diskutiert im Westerwald über Dortmunder Themen

Über Dortmunder Themen beriet die SPD-Ratsfraktion mit ihrer Partei in einem Hotel im Westerfeld. Auch die Beschwerde gegen ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts in Münster, dass per Urteil eine Wiederholung der Ratswahl angeordnet hatte, war am Rande ein Thema. Ruhr Nachrichten-Redakteurin Gaby Kolle und Kollege Peter Bandermann besuchten die SPD-Politiker im Westerwald, um Stimmen und Stimmungen einzufangen.
13.01.2012
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Sie wollen eine Rats-Neuwahl verhindern: Petro Möckel aus Brechten, Olad Radtke aus Menglinghausen und Hans-Peter Balzer aus Dorstfeld.© Foto: Peter Bandermann
Franz-Josef Drabig (links) im Gespräch mit Ernst Prüsse.© Foto: Peter Bandermann
15.05 Uhr: Die Klausurtagung der SPD beginnt.© Foto: Peter Bandermann
15.05 Uhr: Die Klausurtagung der SPD beginnt.© Foto: Peter Bandermann
Gute Laune, obwohl er auch in der Fraktion für seine Beschwerde kritisiert wird: SPD-Ratsmitglied Olaf Radtke aus Menglinghausen (links).© Foto: Peter Bandermann
Ruhr Nachrichten-Redakteurin Gaby Kolle beim Überraschungsbesuch im Gespräch mit dem SPD-Unterbezirksvorsitzenden Franz-Josef Drabig (Mitte) und dem Fraktionsvorsitzenden Ernst Prüsse.© Foto: Peter Bandermann
Der Westerwald-Treff ist Ort einer dreitägigen Klausurtagung der Dortmunder SPD-Ratsfraktion.© Foto: Peter Bandermann
SPD-Fraktions-Chef Ernst Prüsse weist den Weg: Er diskutierte mit den Fraktionsmitgliedern.© Foto: Peter Bandermann
Franz-Josef Drabig (links) im Gespräch mit Ernst Prüsse.© Foto: Peter Bandermann
Der Unterbezirksvorsitzende Franz-Josef Drabig hat eine Vermittlerfunktion zwischen Partei und Ratsfraktion.© Foto: Peter Bandermann
Der Unterbezirksvorsitzende Franz-Josef Drabig hat eine Vermittlerfunktion zwischen Partei und Ratsfraktion.© Foto: Peter Bandermann
Die SPD-Landtagsabgeordnete Nadja Lüders kam aus Düsseldorf in den Westerwald, um an der Klaustagung ihrer Fraktion teilzunehmen.© Foto: Peter Bandermann
Interview mit SPD-Ratsmitglied Olaf Radtke. Gaby Kolle von den Ruhr Nachrichten fragt nach der Reaktion auf seine Entscheidung.© Foto: Peter Bandermann
Gaby Kolle im Gespräch mit Manfred Kossack von DSW21 und DEW21.© Foto: Peter Bandermann
Ruhr Nachrichten-Redakteurin Gaby Kolly interviewt SPD-Ratsmitglied Petro Möckel aus Brechten, der gegen das Urteil aus Münster mit zwei weiteren SPD-Ratsmitgliedern Beschwerde eingelegt hat.© Foto: Peter Bandermann
15.05 Uhr: Die Klausurtagung der SPD beginnt.© Foto: Peter Bandermann
15.05 Uhr: Die Klausurtagung der SPD beginnt.© Foto: Peter Bandermann
15.05 Uhr: Die Klausurtagung der SPD beginnt.© Foto: Peter Bandermann

Auch wenn es um Themen wie den städtischen Haushalt, um kritische Rückschau und ein Konzept für die Zukunft ging, war die Entscheidung, von Olaf Radtke, Hans-Peter Balzer und Petro Möckel, den Rechtsstreit um die Wiederholungswahl weiterzuführen, allgegenwärtig.  

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SPD diskutiert im Westerwald über Dortmunder Themen

Über Dortmunder Themen beriet die SPD-Ratsfraktion mit ihrer Partei in einem Hotel im Westerfeld. Auch die Beschwerde gegen ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts in Münster, dass per Urteil eine Wiederholung der Ratswahl angeordnet hatte, war am Rande ein Thema. Ruhr Nachrichten-Redakteurin Gaby Kolle und Kollege Peter Bandermann besuchten die SPD-Politiker im Westerwald, um Stimmen und Stimmungen einzufangen.
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Sie wollen eine Rats-Neuwahl verhindern: Petro Möckel aus Brechten, Olad Radtke aus Menglinghausen und Hans-Peter Balzer aus Dorstfeld.© Foto: Peter Bandermann
Franz-Josef Drabig (links) im Gespräch mit Ernst Prüsse.© Foto: Peter Bandermann
15.05 Uhr: Die Klausurtagung der SPD beginnt.© Foto: Peter Bandermann
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Gute Laune, obwohl er auch in der Fraktion für seine Beschwerde kritisiert wird: SPD-Ratsmitglied Olaf Radtke aus Menglinghausen (links).© Foto: Peter Bandermann
Ruhr Nachrichten-Redakteurin Gaby Kolle beim Überraschungsbesuch im Gespräch mit dem SPD-Unterbezirksvorsitzenden Franz-Josef Drabig (Mitte) und dem Fraktionsvorsitzenden Ernst Prüsse.© Foto: Peter Bandermann
Der Westerwald-Treff ist Ort einer dreitägigen Klausurtagung der Dortmunder SPD-Ratsfraktion.© Foto: Peter Bandermann
SPD-Fraktions-Chef Ernst Prüsse weist den Weg: Er diskutierte mit den Fraktionsmitgliedern.© Foto: Peter Bandermann
Franz-Josef Drabig (links) im Gespräch mit Ernst Prüsse.© Foto: Peter Bandermann
Der Unterbezirksvorsitzende Franz-Josef Drabig hat eine Vermittlerfunktion zwischen Partei und Ratsfraktion.© Foto: Peter Bandermann
Der Unterbezirksvorsitzende Franz-Josef Drabig hat eine Vermittlerfunktion zwischen Partei und Ratsfraktion.© Foto: Peter Bandermann
Die SPD-Landtagsabgeordnete Nadja Lüders kam aus Düsseldorf in den Westerwald, um an der Klaustagung ihrer Fraktion teilzunehmen.© Foto: Peter Bandermann
Interview mit SPD-Ratsmitglied Olaf Radtke. Gaby Kolle von den Ruhr Nachrichten fragt nach der Reaktion auf seine Entscheidung.© Foto: Peter Bandermann
Gaby Kolle im Gespräch mit Manfred Kossack von DSW21 und DEW21.© Foto: Peter Bandermann
Ruhr Nachrichten-Redakteurin Gaby Kolly interviewt SPD-Ratsmitglied Petro Möckel aus Brechten, der gegen das Urteil aus Münster mit zwei weiteren SPD-Ratsmitgliedern Beschwerde eingelegt hat.© Foto: Peter Bandermann
15.05 Uhr: Die Klausurtagung der SPD beginnt.© Foto: Peter Bandermann
15.05 Uhr: Die Klausurtagung der SPD beginnt.© Foto: Peter Bandermann
15.05 Uhr: Die Klausurtagung der SPD beginnt.© Foto: Peter Bandermann

Schon während der gut zweistündigen Busfahrt nach Bürdenbach zum Tagungshotel „Westerwald Treff“ wurde in den Sitzreihen diskutiert. Einige klopften den Beschwerdeführern auf die Schulter oder nahmen sie mitfühlend in den Arm. Angefressen dagegen waren vor allem Ratsvertreter aus Eving und Huckarde, hatten sie sich doch erhofft, die Auflösung ihrer Stadtbezirke lasse sich durch neue Mehrheitsverhältnisse nach einer Wiederholungswahl noch verhindern.

 Nach außen demonstrierte die SPD Geschlossenheit. „ Es gibt keine Probleme“, erklärte Fraktionschef Ernst Prüsse draußen vor dem Westerwald-Treff, einem dunklen, altbackenen Tagungshotel aus den frühen 1980-er Jahren. Zähneknirschend hat Prüsse die Entscheidung der drei Beschwerdeführer akzeptieren müssen.Drinnen im großen Tagungssaal war die Stimmung gedämpft. In den Stuhlreihen auf bunt gemustertem Teppichboden saßen neben den Fraktionsmitgliedern, Mandatsträger aus Landtag und Bezirksvertretungen, neben Oberbürgermeister Ullrich Sierau und den SPD-Dezernenten auch SPD-Betriebsräte und SPD-Geschäftsführer der städtischen Töchter.Lobende Worte für Rebellenführer

 Parteichef Franz-Josef Drabig gab sich moderat und erklärte, er halte die Entscheidung der drei Beschwerdeführer für menschlich nachvollziehbar, aber für politisch falsch. Und er appellierte, den Streit zwischen den SPD-Klägern und dem Rest der Welt zu beenden. Man müsse dem Eindruck entgegenwirken, dass die SPD die Partei sei, die gegen alles klage.   Trotz seiner Verärgerung fand Drabig auch lobende Worte für Rebellenführer Olaf Radtke. Er wünsche sich mehr Ratsvertreter wie Radtke, der seinen Job im Rechnungsprüfungsausschuss ausgesprochen gut mache. Er und auch die anderen zwei Beschwerdeführer müssten ihre Arbeit in der Fraktion weitermachen und ihre politische Themen setzen.

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