Noch läuft der Räumungsverkauf bei Spielwaren Lütgenau. Schließen wird das Geschäft aber doch nicht. © Nick Kaspers
Dortmunder Traditionsgeschäft

Spielwaren Lütgenau schließt doch nicht – eine Lösung ist gefunden

In dieser Woche kündigten Schilder das Aus des Dortmunder Traditionsgeschäfts Spielwaren Lütgenau an. Am Freitag dann die Wende: Das Geschäft bleibt nun doch geöffnet - es wird aber anders.

Das Geschäft, das am Dortmunder Ostenhellweg 80 Jahre lang für Kinderlächeln sorgte, wird in dieser Woche wahrscheinlich einige Tränen ausgelöst haben: Schilder kündigten eine baldige Schließung von Spielwaren Lütgenau an. Am Freitag (19.6.) kam alles anders.

Das Geschäft bleibt offen und ein Investor übernimmt. Das Kinder- und Umstandsmode-Unternehmen Bellybutton übernimmt ab September alle Spielwarenhäuser der Spielwaren Kurtz GmbH, zu der auch Spielwaren Lütgenau in Dortmund gehört. Das teilte die PR-Agentur Dictum Media in einer Pressemitteilung am Freitag (19.6.) mit. Bis Ende August würde das Geschäft ohne Schließung weitergeführt werden.

„Wir schließen diese Filiale“, stand in dieser Woche auf einem Schild im Eingangsbereich. Dieser Schreck war nur von kurzer Dauer. © Nick Kaspers © Nick Kaspers

Bei Spielwaren Lütgenau findet im Moment ein Ausverkauf statt – wie auch in allen anderen Spielwarengeschäften der Gruppe. Ziel sei es, in den nächsten Wochen das Warensortiment „zu attraktiven Preisen zu veräußern“, heißt es weiter.

Umbau und Digitalisierung

„Ab September starten wir dann komplett neu. Wir wollen unsere Kunden mit einem neuen, ausgesucht schönen Warensortiment und individuellem Service begeistern“, sagt Harald Hepperle, Geschäftsführer von Bellybutton. Dazu wolle er einige Geschäfte umbauen und digitalisieren.

Im Jahr 2013 musste Spielwaren Lütgenau erstmals schließen, eröffnete jedoch wenig später wieder mit einem neuen Besitzer. Jetzt übernimmt der Investor nahtlos.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
2000 in Heinsberg geboren, seit 2020 als freier Mitarbeiter bei den Ruhr Nachrichten. Ich studiere Journalistik und Politikwissenschaft in Dortmund. Mit 16 Jahren habe ich meine ersten Erfahrungen im Lokaljournalismus gemacht - und dort fühle ich mich zuhause.
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Nick Kaspers