Staatsanwalt fordert Gefängnisstrafe

Kindesmisshandlung

DORTMUND Mit den Plädoyers von Staatsanwaltschaft und Verteidigung ist am Landgericht der Misshandlungs-Prozess gegen die Eltern eines dreijährigen Mädchens aus Dortmund fortgesetzt worden.

von Von Martin von Braunschweig

, 13.05.2009, 14:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Staatsanwalt Volker Bitter beantragte für die angeklagte Mutter (25) 18 Monate Haft auf Bewährung, für ihren Ehemann (31) sogar zwei Jahre und neun Monate Gefängnis. Beide hatten gestanden, das Mädchen im Juli 2006 über Wochen hinweg brutal gequält zu haben. In einer von ihren Verteidigern Andreas Kost und Klaus Schmitz verlesenen Erklärung heißt es: „Die Kleine hatte verlernt, sich an Regeln zu halten.“ Unter anderem hatten die Eltern die Dreijährige deshalb mehrmals für rund neun Stunden ans Bett gefesselt. Darüber hinaus hatten sie einen heißen Föhn auf die Brust des Mädchens gedrückt. Die Brandnarben werden für immer sichtbar bleiben.

Das Kind lebt heute in einer Pflegefamilie in Oberhausen. Nach Angaben ihrer Pflegemutter entwickelt sich die Kleine gut und soll in diesem Jahr eingeschult werden. „Sie ist allerdings sehr schmerzempfindlich“, sagte die Zeugin. Die Frau betonte: „Sie hält sich von Anfang an wunderbar an alle Regeln. Sie hat nie irgendwelche Probleme gemacht.“

Das Urteil soll am 3. Juni gesprochen werden.

Schlagworte:

Dortmund am Abend

Täglich um 18:30 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter Über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Lesen Sie jetzt