Staatsanwaltschaft befragt BVB-Stars zu Marco Reus

Fahren ohne Führerschein

Bei den Ermittlungen rund um den Führerschein-Fall von BVB-Star Marco Reus befragt die Staatsanwaltschaft Dortmund nun dessen Mitspieler als Zeugen. Reus war mehrfach selbst Auto gefahren, ohne eine Fahrerlaubnis zu besitzen. Ein prominenter Wegbegleiter hat bereits ausgesagt.

DORTMUND

, 07.08.2015, 14:36 Uhr / Lesedauer: 1 min
Staatsanwaltschaft befragt BVB-Stars zu Marco Reus

Marco Reus steht mit dem BVB vor einer enorm wichtigen Saison.

Die Staatsanwaltschaft Dortmund hat in der Führerschein-Sache Marco Reus Fragebögen an seine Mannschaftskollegen von Borussia Dortmund geschickt. Der ehemalige BVB-Trainer Jürgen Klopp sei bereits als Zeuge vernommen worden, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Henner Kruse, am Freitag in Dortmund.

Eigentlich waren die Ermittlungen gegen den 26 Jahre alten Fußball-Nationalspieler im vergangenen Winter mit einem Strafbefehl abgeschlossen worden. Doch nach Hinweisen von Zeugen auf weitere Fahrten ermittelt die Staatsanwaltschaft erneut. Reus müssten weitere Fahrten konkret nachgewiesen werden, sagte Kruse.

Darum ging es beim ersten Fall

Zum Hintergrund: Marco Reus hatte bereits am 25. November 2014 einen Strafbefehl wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis in sechs Fällen erhalten. Ermittelt wurde im vergangenen Jahr auch, weil Reus bei einer Polizei-Kontrolle einen gefälschten niederländischen Führerschein vorgezeigt haben soll.

Weil diese Ermittlungen schließlich eingestellt wurden, kamen Vorwürfe auf, wonach es bei der Dortmunder Justiz womöglich einen „Promi-Bonus“ gegeben habe. Bei 90 Tagessätzen zu 6000 Euro betrug seine Strafe damals 540.000 Euro. Reus blieb knapp unter der Grenze für eine Vorstrafe, die bei 91 Tagessätzen liegt.

Mit dpa

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