Stadt beteiligt sich an europaweitem Projekt

Verkehrstechnik

DORTMUND Im Notfall kommt es auf Sekunden an. Und dann kann eine „grüne Welle“ Leben retten. Das ist der Leitgedanke bei einem aktuellen Projekt zur Verkehrssteuerung, das derzeit in Dortmund getestet wird.

von Von Oliver Volmerich

, 13.11.2009, 05:12 Uhr / Lesedauer: 1 min
Grüne Welle dank moderner Kommunikationstechnik.

Grüne Welle dank moderner Kommunikationstechnik.

Ein Fahrzeug kann über Kontakt zum Verkehrsrechner oder wahlweise der Ampelsteuerung Grünlicht anfordern, um freie Fahrt zu haben. Was im öffentlichen Nahverkehr zum Teil schon funktioniert, könnte ganz individuell etwa für Rettungswagen oder Feuerwehr-Fahrzeuge eingesetzt werden. Was in der Theorie ganz einfach funktioniert, hat in der Praxis freilich seine Tücken. Berücksichtigt werden müssen beispielsweise die Folgen für den Verkehr in den Nebenstraßen oder Mindestzeiten für Grünphasen, erläutert Katja Hagemann von der Siemens AG. Außerdem erweisen sich große Schilderbrücken oder Straßenbäume als Hindernis für den ungestörten Funkkontakt. Im zweiten Test geht es um „strategische Routenempfehlungen“. Im Falle eines Unfalls oder eine Tagesbaustelle vor dem Hauptbahnhof soll etwa die moderne Technik Autofahrer automatisch auf die südliche Wallstrecke lenken – eine Art flexibles Navigationssystem. Im zweiten Schritt könnte der Verkehrsrechner der Stadt zugleich dafür sorgen, die Ampelphasen auf der Ausweichstrecke entsprechend anzupassen.

Die ersten Erfahrungen zeigen, dass die Verknüpfung von Auto und zentraler Verkehrslenkung prinzipiell möglich ist. Trotzdem ist eine Umsetzung in den Alltag noch Zukunftsmusik. Frühestens in vier bis fünf Jahren könnte das System serienreif sein, schätzen die Experten. Dann fehlt nur noch das Geld, um die Technik zu installieren.

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