Coronavirus

Stadt Dortmund erhebt Zahlen nicht, die für Corona-Impfung werben könnten

Zwei Bundesländer haben die Inzidenzen zuletzt für Geimpfte und Ungeimpfte getrennt mitgeteilt. Die Stadt Dortmund erklärt, warum sie diese Zahlen nicht erhebt.

Als die Hamburger Gesundheitsbehörde vor gut einer Woche erstmals die Inzidenzen getrennt nach Geimpften und Genesenen angeben hat, zeigte sich eine deutliche Diskrepanz:

Die Sieben-Tage-Inzidenz lag bei den Geimpften bei 3,36 und bei den Ungeimpften bei 78,12 (Stand 23.8.). Bei Werte beziehen sich auf die Gesamtbevölkerung.

Auch Schleswig-Holstein weist Inzidenzen getrennt aus

Auch das Bundesland Schleswig-Holstein weist die Inzidenzen getrennt aus. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen lag dort am Donnerstag (26.8.) für Geimpfte bei 8,8 und für Nicht-Geimpfte bei 104,2.

Unsere Redaktion hat diese Zahlen auch bei der Stadt Dortmund angefragt, aber als Antwort bekommen, dass sie nicht erhoben würden, „da sie keinen relevanten Aussagewert“ hätten. Es sei bereits erwiesen, „dass Ungeimpfte mehr Infektionen erleiden als Geimpfte.“

„Keine Kennzahlen nach der Corona-Schutzverordnung“

Die rein statistischen Werte wären keine Kennzahlen nach der Corona-Schutzverordnung, die „irgendeinen Steuerungsbedarf auslösten“, teilt Pressesprecherin Anke Widow mit. „Die zeitlichen Ressourcen des Teams im Gesundheitsamt werden für dringend notwendiges Handeln im Zuge der weiter steigenden Inzidenzen benötigt.“

Als Werbung für die Wirksamkeit der Impfung scheint die getrennte Angabe der Inzidenzen bei der Stadt demnach bislang nicht gesehen zu werden.

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Als gebürtiger Dortmunder bin ich großer Fan der ehrlich-direkten Ruhrpott-Mentalität. Nach meinem journalistischen Start in der Dortmunder Stadtredaktion, schreibe ich mich gerade als Volontär durch die Redaktionen in der Region.
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Lukas Wittland