Corona-Pandemie

Stadt Dortmund hält an Maskenpflicht fest – in bestimmten Bereichen

Die gesetzliche Regelung zur Maskenpflicht läuft am Sonntag (3.4.) aus. Die Stadt Dortmund will trotzdem überall da, wo sie das Sagen hat, daran festhalten. Das gilt für ganz bestimmte Bereiche.
In städtischen Museen und anderen Gebäuden soll auch über den 2. April hinaus Maskenpflicht gelten. © Stephan Schütze (A)

Ein Hotspot im Sinne des Infektionsschutzgesetzes sei Dortmund mit Blick auf die Lage in den Krankenhäusern sicherlich nicht, stellten Oberbürgermeister Thomas Westphal und Gesundheitsdezernentin Birgit Zoerner bereits am Dienstag (29.3.) fest.

Da auch nicht mit einer landesweiten Hotspot-Regelung zu rechnen sei, gingen beide davon aus, dass in Dortmund ab Sonntag wichtige Coronaschutz-Regeln wie die Maskenpflicht in Innenräumen – etwa in den Schulen oder beim Einkaufen – nicht mehr gelten. Das gilt dann auch bereits in den meisten Geschäften, die am verkaufsoffenen Sonntag (3.4.) in der City öffnen.

Doch es gibt Ausnahmen von der Maskenpflicht. Westphal verwies verbunden mit einem Appell, freiwillig weiter Maske zu tragen, schon am Dienstag darauf, dass die Stadt verwaltungsintern in Büros mit mehreren Arbeitsplätzen und bei Dienstbesprechungen an der Maskenpflicht festhalten wolle – auch um mögliche personellen Engpässe durch erkrankte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Quarantäne zu verhindern.

Ämter und Kultureinrichtungen betroffen

Am Donnerstag (31.3.) teilte die Stadt mit, dass die Maskenpflicht auch in vielen anderen Bereichen gelten soll. Die Maskenpflicht werde in Räumen aufrechterhalten, in denen die Stadt Dortmund verantwortliche Nutzerin oder Veranstalterin ist. Dazu gehören alle Publikumsbereiche der städtischen Ämter wie etwa die Dienstleistungszentren der Bürgerdienste.

In den Bereichen, in denen bislang die FFP2-Maskenpflicht gilt, soll diese auch weiterhin gelten. In allen anderen Bereichen soll eine medizinische Maske ausreichen. Das gilt etwa für die Kulturbetriebe mit den Museen, das Theater, die Hallenbäder oder die Tierhäuser des Zoos.

Empfehlung an andere Veranstalter

Wenn Gebäude oder Räume der Stadt von anderen Veranstaltern genutzt werden, wird eine Maskenpflicht zumindest empfohlen. Das gilt für Kunst- und Kulturveranstaltungen fremder Veranstalter in städtischen Gebäuden, in den Sporthallen oder in den verschiedenen Einrichtungen des Westfalenparks wie das Kindermuseum Mondo Mio, die Parkakademie oder das Ballettzentrum.

Hintergrund der Entscheidung ist, dass es weiterhin viele Fälle an Corona-Infektionen gibt. Am Mittwoch (30.3.) lag Dortmund nach den Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 1335,2 zwar unter dem bundesweiten Wert von 1625,1, aber über dem Landeswert von 1314,7.

Die Regelung zu Maskenpflicht in städtischen Einrichtungen soll zunächst bis Ende April gelten, teilte die Stadt mit.

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