Stadt Dortmund hat Coronavirus-Todesfälle als Genesene gezählt

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Die Stadt Dortmund hat die Zahl der von Covid-19 Genesenen täglich anhand der Infektionen von vor zwei Wochen ermittelt. Dabei sind die gestorbene Coronavirus-Opfer übersehen worden.

Dortmund

, 28.04.2020, 04:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Dass die Zahl der Coronavirus-Genesenen in Dortmund eher eine statistische Kennzahl statt einer tatsächlichen Summe von Einzelfällen ist, ist schon bekannt. Es gibt keine Meldepflicht, wenn die Krankheit Covid-19 überwunden wurde.

„Als genesen gilt für das Gesundheitsamt, wer nicht mehr ansteckend ist“, hieß es Mitte April von der Stadtverwaltung: „Nach dem Stand des Wissens ist davon auszugehen, dass 14 Tage nach Beginn der Symptomatik keine Ansteckungsgefahr mehr gegeben ist.“

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Dieser Logik folgend ist die von der Stadtverwaltung vermeldete Genesenenzahl seit dem 11. April immer identisch gewesen mit der jeweiligen Zahl der Neuinfizierten zwei Wochen zuvor. Allerdings ist dabei nicht der Todesfall berücksichtigt worden, der am Donnerstag (23.4.) bekannt wurde. Der gestorbene Mann ist von der Stadt Dortmund als genesen aufgelistet gewesen.

Todesfälle müssen von Genesenenzahl abgezogen werden

Auf Anfrage unserer Redaktion heißt es von der Stadtverwaltung dazu: „Es stimmt. In diesen Angaben haben die vier Todesfälle keine Berücksichtigung gefunden.“ Tatsächlich müssen sie von der Anzahl der Genesenen mit milderem Krankheitsverlauf abgezogen werden. „Das wird ab jetzt so umgesetzt werden“, kündigt Sprecherin Anke Widow am Montag an.

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