Dortmunder dürfen keine Shishas mehr in der Öffentlichkeit rauchen

rnCorona-Verbote ausgeweitet

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus verbannt die Stadt Dortmund das Shisha-Rauchen komplett aus der Öffentlichkeit. Das Verbot verknüpft sie mit Kritik an Teilen der Bevölkerung.

Dortmund

, 13.05.2020, 08:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Rauchen von Shishas ist jetzt im öffentlichen Raum in Dortmund komplett verboten – auch unter freiem Himmel. Am Montag (11.5.) hat die Stadt die Allgemeinverfügung für Dortmund, die die Coronaschutzverordnung des Landes ergänzt, ausgeweitet.

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Dafür hat sie eine „Anordnung von weiteren kontaktreduzierenden Maßnahmen auf dem Dortmunder Stadtgebiet“ veröffentlicht. Bislang war es noch nicht explizit verboten, unter Einhaltung der bereits geltenden Maßnahmen, in der Öffentlichkeit eine Wasserpfeife zu rauchen. Damit ist es jetzt komplett vorbei.

Beobachtungen von Bürgern, Polizei und Ordnungsamt

Der Grund dafür seien Erfahrungswerte: „Nach den bisherigen Erfahrungen haben sich immer wieder Personen auch im öffentlichen Raum unter freiem

Himmel aufgehalten, um Shisha zu rauchen“, heißt es in der entsprechenden Bekanntmachung.

In der Regel werde die Shisha dabei nicht von einzelnen Personen, sondern in der Gruppe geraucht. Grundlage dieser Erfahrung seien zahlreiche Mitteilungen von Bürgern und eigene Beobachtungen der Polizei und des Ordnungsamtes.

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Es sei zu beobachten, dass die sogenannten „Verhaltenspflichten im öffentlichen Raum“ der Coronaschutzverordnung und das Abstandsgebot nicht durchgängig eingehalten werden.

Sensibilität „in Teilen der Bevölkerung nicht angemessen ausgeprägt“

Mit Blick auf die Jahreszeit sei zudem zu erwarten, dass solche Shisha-Zusammenkünfte sich noch häufen werden. „Ob die Menschen sich gezielt zusammenfinden oder zufällig aufeinander treffen, ist aus Sicht des Infektionsschutzes unerheblich“, heißt es.

Die Ausweitung des Verbots könne dazu beitragen, das Leben und die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen, rechtfertigt die Stadt die Maßnahme.

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Im Dortmunder Stadtgebiet seien trotz Schutzverordnung weiterhin zahlreiche Menschen vielfältig unterwegs. Die Sensibilität und das entsprechende Handeln scheine dabei „in Teilen der Bevölkerung nicht angemessen ausgeprägt“, heißt es in der Bekanntmachung.

Shisha-Rauchen kann Straftat darstellen

Das ausgeweitete Verbot gilt zunächst bis zum 25. Mai (Montag). Ob es mit diesem Datum wieder erlaubt ist, in der Öffentlichkeit eine Shisha zu rauchen, dürfte allerdings bezweifelt werden.

Denn an die Begründung des Verbots schließt sich der Hinweis an, dass derzeit davon ausgegangen wird, dass es auch über den 25. Mai hinaus landesweit geltende infektionsschutzrechtliche Regelungen geben werde.

Das Rauchen einer Shisha im öffentlichen Raum kann ab sofort eine Ordnungswidrigkeit oder sogar eine Straftat darstellen.

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