Alle positiven Corona-Tests werden jetzt auf Mutanten überprüft

Virus-Mutante

Die Stadt will nun jeden positiven Corona-Test auf die britische Virusvariante überprüfen. Das hat Auswirkungen auf die Quarantänezeit.

Dortmund

, 03.03.2021, 05:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ab sofort werden alle positiven Tests in Dortmund teilsequenziert, um Mutationen zu entdecken.

Ab sofort werden alle positiven Corona-Tests in Dortmund teilsequenziert, um Mutationen zu entdecken. © picture alliance/dpa

139 Fälle der britischen Mutante B.1.1.7 wurden in Dortmund bereits nachgewiesen, es könnten allerdings schon bald deutlich mehr werden. Nicht nur, weil die Virus-Mutante als wesentlich ansteckender gilt als die ursprüngliche Virusvariante, sondern auch, weil die Stadt Dortmund ihr Testverfahren anpassen will.

Bis jetzt untersuchte die Stadt nicht jeden positiven Corona-Abstrich darauf, ob sie Eigenschaften einer Mutation aufweist - das soll sich ab sofort allerdings ändern.

Patienten mit der britischen Mutante müssen länger in Quarantäne

Stadträtin Birgit Zoerner teilte auf der Pressekonferenz des Verwaltungsvorstandes am Dienstag (2.3.) mit: "Wir haben jetzt entschieden, dass wir alle positiven Tests, die wir in der Stadt haben, erstmal einer sogenannten Teilsequenzierung unterziehen."

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Relativ schnell lasse sich über dieses Verfahren feststellen, ob eine Mutante vorliege oder nicht, so Zoerner. Sollte die Untersuchung ergeben, dass eine Mutation vorliegt, werde weiter sequenziert und die Mutante genauer untersucht.

Es könnten also demnächst mehr Fälle der britischen Mutante für Dortmund gemeldet werden. Was für die Betroffenen Konsequenzen hat. Da die Mutation ansteckender ist als die ursprüngliche Virusvariante, müssen Patienten, die sich mit der britischen Mutante infiziert haben, statt zehn insgesamt 14 Tage in Quarantäne.

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