Stadt: Gefährdung durch Legionellen sehr gering

Bakterien im Wasser

Trotz dreier Legionellen-Funde in Turnhallen gibt die Stadt Dortmund Entwarnung: Von den Bakterien gehe nur eine geringe Gefahr aus, Schließungen der noch nicht überprüften Sporthallen seien nicht notwendig. Eine Idee für eine saubere Lösung des Problems gibt es auch schon.

DORTMUND

von Von Susanne Riese

, 07.09.2012, 12:37 Uhr / Lesedauer: 1 min
In drei Turnhallen wurden zuletzt Legionellen in Dortmund gefunden.

In drei Turnhallen wurden zuletzt Legionellen in Dortmund gefunden.

Weitere Informationen
Informationen zur Untersuchungspflicht im Internet unter:  www.umwelt
bundesamt.de/wasser/themen/
trinkwasser/empfehlungen.htm

" „Für gesunde Menschen, insbesondere für Sportler, sehe ich kein Risiko, das über das normale Lebensrisiko hinausgeht“, so Düsterhaus. Legionellen-Erkrankungen seien in Dortmund ohnehin „extrem selten“, allerdings würde auch nicht jede Lungenentzündung daraufhin überprüft. Trotzdem hält sie fest: „Wir haben keine Häufung der Fälle und werden auch keine bekommen.“Die Überprüfung würde gemäß der neuen Trinkwasserverordnung weiter verfolgt. Ab einer Konzentration von 100 Legionellen in 100 Milliliter Wasser gilt Duschverbot. Die Betreiber müssen die Anlage auf Mängel untersuchen und desinfizieren lassen. „Das alles dient der Risikominimierung“, erklärt Annette Düsterhaus. Vorsorglich auf das Duschen nach dem Sport zu verzichten hält sie für Unsinn.

Nur bei zu hoher Konzentration und unter bestimmten Bedingungen können die Legionellen zu einer Gefahr werden. Wenn Menschen feinste Wassertröpfchen einatmen, können die Stabbakterien das milde verlaufende Pontiac-Fieber verursachen, aber auch lebensgefährliche Lungenentzündungen. Deshalb nimmt der Gesetzgeber mit der Novelle der Trinkwasserverordnung auch gewerbliche Betreiber und Vermieter in die Pflicht. Auch sie müssen Großanlagen zur Trinkwassererwärmung regelmäßig durch gelistete Labore überprüfen lassen.

Legionellen breiten sich verstärkt bei einer Wassertemperatur von 20 bis 45 Grad Celsius aus. In Dortmund gibt es laut Annette Düsterhaus die Überlegung, die Wassertemperatur in den Sporthallen generell zu erhöhen, um das Problem dauerhaft zu lösen. Ab 55 Grad können sich die Bakterien nicht weiter vermehren.

Weitere Informationen
Informationen zur Untersuchungspflicht im Internet unter:  www.umwelt
bundesamt.de/wasser/themen/
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