Corona-Maßnahmen

Stadt könnte 2G-Regel selbst einführen – warum tut sie es nicht einfach?

Worte ja, Taten nein: OB Westphal fordert wie andere Oberbürgermeister die Einführung der 2G-Regel in NRW. Die Stadt könnte diese in ihren eigenen Einrichtungen einführen - tut es aber nicht.

Dortmunds Oberbürgermeister fordert wie andere Kollegen aus den NRW-Städten und Kommunen die Einführung der 2G-Regel für den Freizeitbereich. Die Umsetzung dieser Forderung würde bedeuten, dass nur noch Geimpfte und Genese etwa Stadien, Restaurants oder Konzerte besuchen dürften. Bislang wird in Nordrhein-Westfalen das 3G-Modell gefahren, das diese Besuche auch für getestete Personen erlaubt.

Und das soll auch erst mal so bleiben, hat NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann angekündigt und 2G vorerst einen Riegel vorgeschoben. Für ihre Einrichtungen könnte die Stadt jedoch eigene Regelungen treffen.

„Insellösungen würden nicht zum Ziel führen“

So wie es einem Gastronomen erlaubt ist, sein Hausrecht auszuüben und 2G eigenständig einzuführen (in Dortmund tut das zum Beispiel das „Balke“), könnte auch die Stadt 2G beispielsweise für ihre Museen, das Konzerthaus oder das Theater festlegen. Der BVB lässt bei 25.000 Plätzen nur 1000 Getestete ins Stadion – und zwar nur Kinder, Jugendliche und Schwangere. Für alle anderen gilt hier ebenfalls 2G.

Auf Anfrage unserer Redaktion bestätigt die Stadt diese Möglichkeit, teilt aber mit, von dieser keinen Gebrauch machen zu wollen. Als Begründung führt Stadtsprecherin Anke Widow an: „Wir sind davon überzeugt, dass in dieser Frage Insellösungen nicht zum Ziel führen würden. Daher streben wir gemeinsam mit den anderen Städten und dem Land eine generelle Regelung an.“

Über den Autor
Volontär
Als gebürtiger Dortmunder bin ich großer Fan der ehrlich-direkten Ruhrpott-Mentalität. Nach meinem journalistischen Start in der Dortmunder Stadtredaktion, schreibe ich mich gerade als Volontär durch die Redaktionen in der Region.
Zur Autorenseite
Lukas Wittland