Stadt plant Sauberkeits-App für Müllstellen

Stadt Dortmund

Dortmund soll sauberer werden - das zumindest plant die Stadt. Bis zur Ratssitzung im Februar 2018 soll die Verwaltung ein Konzept vorlegen, wie die Grünpflege und Straßenreinigung der Entsorgung Dortmund (EDG) künftig zusammenarbeiten. Mit einer Sauberkeits-App etwa sollen Bürger wilde Müllkippen melden.

Dortmund

von Gregor Beushausen

, 11.09.2017, 15:38 Uhr / Lesedauer: 2 min
Stadt plant Sauberkeits-App für Müllstellen

Wer soll künftig das Grün am Straßenrand schneiden – EDG oder Tiefbauamt? Archivfoto: Dieter Menne © Foto: Dieter Menne

In ihrem gemeinsamen Antrag für die nächste Ratssitzung am 28. September fordern SPD und CDU „eine konkrete Empfehlung über die Form einer zukunftsorientierten Struktur der Stadtbildpflege.“

Die Verwaltung wird beauftragt, unter Federführung des Personal- und Organisationsamtes Strukturen zu prüfen und Schnittstellen zwischen Grünpflege und Straßenreinigung ausfindig zu machen. EDG, Tiefbauer und der städtische Personalrat sollen dabei einbezogen werden.

Über allem schwebt die seit Jahren ungelöste Frage, wie die Stadt künftig eine „Grünpflege aus einer Hand“ hinbekommen kann. Dabei ist für SPD und CDU auch ein möglicher Wechsel städtischer Mitarbeiter zur EDG kein Tabu – auch wenn das beide Fraktionen in ihrem Antrag nur sehr indirekt durchschimmern lassen. Mögliche Folgen für die Höhe der Straßenreinigungsgebühren bleiben erst einmal außen vor.

Aktionsplan in Arbeit


Große Hoffnungen ruhen auf dem Aktionsplan „Saubere Stadt – Stadtbildpflege“. Darin erwartet die Politik konkrete Vorschläge, wie das Erscheinungsbild der Stadt und damit auch das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger erhöht werden kann. Dieser Aktionsplan – Teil des umfassenden Masterplans Sicherheit – ist seit Monaten bei der EDG in Arbeit und soll bis Jahresende fertiggestellt sein. Die Ideen reichen vom täglichen Einsatz am Phoenix-See und am Dortmund-Ems-Kanal über verlängerte Abend- und Wochenendreinigungen in den Vororten bis hin zur Reinigung und Pflege des Straßenbegleitgrüns an den Mittelstreifen. Angedacht ist auch eine „Sauberkeits-App“, mit der Bürger wilde Müllkippen und sonstige Verunreinigungen melden können.

SPD und CDU arbeiten zusammen


Mit ihrem Antrag im Rat wollen SDP und CDU das festgefahrene Thema „Grünpflege aus einer Hand“ nach Jahren wieder in Fahrt bringen. An anderer Stelle in der Verwaltung scheint es bereits in Fahrt gekommen zu sein: Wie zu erfahren war, wollen die Stadtspitzen bereits in der Ratssitzung am 28. September mit einem ersten Vorschlag antworten: Um die Tiefbauer zu entlasten, sollen die EDG-Beschäftigten künftig bei der Reinigung und der Pflege des Straßenbegleitgrüns eingespannt werden.

Bei der EDG wird erwogen, für bestimmte Maßnahmen auf Langzeitarbeitslose aus dem Modellprojekt „Lokale Arbeit“ zurückzugreifen. Den Anstoß für die Neuauflage der Diskussion über „Grünpflege aus einer Hand“ brachte u.a. das gemeinsame Betriebsstättenkonzept von EDG und Tiefbauamt. Begleitet wurde das Konzept von einem Gutachter des Fraunhofer Institutes, das nun auch bei der Prüfung von Schnittstellen zwischen EDG und Straßenreinigung zu Rat gezogen werden soll.
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