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Stadt sucht neue Ideen für Gabionenwand

Wein-Experiment gegen Graffiti gescheitert

Mit selbstkletterndem Wein hatte die Stadt versucht, Sprayer davon abzuhalten, die Gabionenwand an der B54 mit Graffiti zu bedecken. Der Versuch ist gescheitert: Der Wein liegt abgerissen und zertrampelt am Boden, und die Wand ist sprühbunt. Jetzt überlegt die Stadt weitere Alternativen.

BRÜNNINGHAUSEN

, 13.10.2016 / Lesedauer: 3 min
Stadt sucht neue Ideen für Gabionenwand

Wilder Wein gegen wilde Schmierereien hat nichts gebracht. An der Gabionenwand an der B 54 hängen unten nur ein paar traurige Reste der mehr als 500 Pflanzen. Die Stadtverwaltung soll neue Vorschläge prüfen, wie die Graffiti unsichtbar gemacht oder beseitigt werden können.

Das Experiment sei gescheitert, erklärten CDU und Grüne in der letzten Sitzung des Bürgerdienste-Ausschusses. Dass die mehr als 500 gepflanzten Weintriebe nicht angegangen seien, liege daran, dass Graffiti-Sprayer sie von der Wand gerissen und kaputt getreten hätten, wusste Edeltraud Kleinhans (SPD) zu berichten. Die Verwaltung möge sich deshalb etwas anderes ausdenken.

Einer davon könnte der der Grünen sein. Die Verwaltung möge prüfen, so ihr Antrag, ob und wie die Gabionenwand im Rahmen eines Wettbewerbs künstlerisch gestaltet werden könne. Erfahrungen zeigten, hieß es in der Begründung, dass eine vorhandene künstlerische Gestaltung als solche von den Sprayern respektiert und nicht übersprüht werde.

Lösung muss nicht nur schön, sondern auch bezahlbar sein

Doch: Eine Drahtkorb-Wand mit offenporigen Steinen sei vorher nicht mal eben so zu reinigen oder zu streichen, sagte Dr. Thomas Reinbold (Bürgerliste): „Die Lösung muss nicht nur sinnvoll in Richtung Schönheit sein, sondern auch in Richtung Kosten.“

Wie berichtet, hatte die Stadt vor der Eröffnung des Fußballmuseums vor einem Jahr die erst in 2014 errichtete Gabionenwand streichen und 14 Tage lang bewachen lassen – und dafür insgesamt 14.000 Euro investiert.

Die Ausschussvorsitzende Christiane Krause (CDU) warf in die Diskussion, dass sich mehrere Unternehmen mit Erfahrung in der Entfernung von Graffiti gemeldet hätten, die die Wand für Schulungszwecke nutzen könnten.

Nächste Idee: Wand mit Moos begrünen

Im Ausschuss kam auch wieder die Idee auf, den Steinwall mit Moosspray dauerhaft zu begrünen und so für Graffiti-Sprayer unattraktiv zu machen. Allerdings hatte die Verwaltung schon vor einem Jahr zu der umweltfreundlichen Lösung erklärt, dass eine Moosbepflanzung wegen der Trockenheit und direkten Sonneneinstrahlung an dieser Stelle nicht geeignet sei.

Wie man Moos-Graffiti herstellt:

  • Moos-Graffiti kommen aus der Streetart.
  • Mit einem Mixer mischt man eine Handvoll Moos , zwei Tassen Buttermilch, einen halben Teelöffel Zucker und bei Bedarf Wasser – bis die Konsistenz einem Trinkjoghurt ähnelt. Dann pinselt man diese biologisch abbaubare Mischung an eine feuchte und am besten schattige Nordwand und hält sie über einen längeren Zeitraum mit Wasser feucht.
  • Schon bald sollte das moosige Graffiti anfangen zu wachsen.
  • Mit Wasser aus dem Gartenschlauch lässt es sich wieder entfernen.

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