Stadt: Vermieter muss sich um Problemhaus kümmern

Mallinckrodtstraße 58

Die Stadt Dortmund setzt den Berliner Vermieter des Problemhauses an der Mallinckrodtstraße 58 unter Druck. Er soll sich bis zum 3. August um die Immobilie mit 83 Bewohnern, darunter 55 Kinder, kümmern und für sichere Elektroinstallationen sorgen. Passiert das nicht, drohen Daumenschrauben.

DORTMUND

, 28.07.2015, 18:08 Uhr / Lesedauer: 1 min
Vertreter von mehreren Stadtämtern haben sich am Montag das Problemhaus an der Mallinckrodtstraße 58 in der Dortmunder Nordstadt angesehen.

Vertreter von mehreren Stadtämtern haben sich am Montag das Problemhaus an der Mallinckrodtstraße 58 in der Dortmunder Nordstadt angesehen.

Neben der Instandsetzung von Verteilerkästen und Stromleitungen sowie dem anschließenden Einbau von Stromzählern müssen laut des Amts für Wohnen und Stadterneuerung Haustür und Klingelanlage sowie einige Fenster in dem Gebäude erneuert werden. Dazu wurde der Vermieter schriftlich von der Stadt aufgefordert.

In den vergangenen 24 Stunden habe er zusätzlich eine Reihe von Telefonaten geführt, erläuterte am Dienstag Stadtdirektor Jörg Stüdemann. Mit der Geschäftsführung der Newton North Rhine Properties, die das Haus Ende 2014 erworben hat, habe man vereinbart, sich über einen "Interessensausgleich" zu unterhalten.

Geld ist geflossen

Es sei im Interesse der Stadt, dass die Bewohner des Hauses - in der Regel Rumänen - dort unter menschenwürdigen Bedingungen wohnen, die Kinder weiter in der Nordstadt zur Schule gehen können und ein erfolgreich gestarteter Integrationsprozess nicht abbricht.

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"Die Sorge um Mieterträge kann man durch bestimmte Flankierungen abräumen", so Stüdemann. Allerdings stellte er auch nach Gesprächen mit den Mietern fest: "Geld ist dort in nicht unbeträchtlicher Höhe geflossen" - wenn auch nicht immer auf der Basis regulärer Mietverträge.

Zwangsgelder drohen

Sollte der Vermieter nicht auf die erste "freundliche" Aufforderung reagieren, folgt ein Verwaltungsakt im ordnungsrechtlichem Sinne, bei dem Zwangsgelder drohen.

Er sei "nicht blauäugig und optimistisch, dass das alles gelingt", sagt Stüdemann, "aber es ist den Versuch wert."

In eigener Sache: Bislang hatte unsere Redaktion von 53 Kindern und 30 Erwachsenen' tag=' geschrieben. Es leben aber 28 Erwachsene und 55 Kinder in dem Haus.

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