Stadt verteilte 2016 30.000 Knöllchen mehr als im Vorjahr

Gegen Falschparker und Raser

Immer mehr Beschwerden gegen Falschparker, meldet die Stadt. Und das scheint sich auch in der Knöllchen-Bilanz bemerkbar zu machen. Die Zahl der verhängten Verwarngelder lag 2016 um 15,9 Prozent höher als im Vorjahr. Wir blicken auf die Bilanz.

DORTMUND

, 19.01.2017, 02:34 Uhr / Lesedauer: 1 min
Stadt verteilte 2016 30.000 Knöllchen mehr als im Vorjahr

Bei Bußgeldern wegen Geschwindigkeitsüberschreitung verzeichnete die Stadt einen deutlichen Anstieg.

220.195 Verwarnungen wurden im vergangenen Jahr vom städtischen Ordnungsamt verteilt, teilte Stadtsprecher Maximilian Löchter auf Anfrage mit. Im Jahr davor waren es 190.011. Auch die Zahl der abgeschleppten Fahrzeuge stieg im Jahresvergleich – von 4885 im Jahr 2015 auf zuletzt 5025. Im Jahr 2014 kamen allerdings mit 5048 noch mehr Autos an den Haken.

Einen deutlichen Anstieg gab es auch bei Bußgeldern wegen Geschwindigkeitsüberschreitung. Während von der Stadt 2014 nur 95.092 Temposünder erwischt wurden, waren es 2015 103.447 und im vergangenen Jahr sogar 133.092. Zu der Entwicklung beigetragen haben dürfte aber auch, dass viele Starenkästen technisch veraltet waren und teilweise nicht mehr funktionierten. Inzwischen sind neue stationäre Blitzer mit digitaler Technik im Einsatz.

Radarwagen-Flotte wächst weiter

Künftig dürfte die Ausbeute noch größer werden. Im Dezember beschloss der Rat, die Radarwagen-Flotte der Stadt von sechs auf acht Fahrzeuge zu erweitern. Außerdem sollen zwei neue feste Blitzersäulen plus drei weitere Wechsel-Säulen mit abwechselndem Kamera-Einsatz angeschafft werden. Die Verwaltung verspricht sich davon eine zusätzliche Einnahme von mehr als einer halben Million Euro.

Für das vergangene Jahr wurde mit Einnahmen aus Buß- und Verwarnungsgeldern von 5,3 Millionen Euro kalkuliert. Die klassischen Falschparker-Knöllchen machen dabei traditionell den größten Anteil aus. Geld sei damit für die Stadt trotzdem nicht zu verdienen, weil die Verwarngelder mit durchschnittlich 15 Euro vergleichsweise niedrig seien, um den Verwaltungsaufwand zu refinanzieren, betont Rechtsdezernentin Diane Jägers.

Proteste gegen die Verteilung von Knöllchen

In den vergangenen Wochen hatte es Proteste gegen die Verteilung von Knöllchen in Straßen gegeben, in denen jahrelang nicht kontrolliert worden war. Die Stadt begründete das mit einer steigenden Zahl von Beschwerden zumeist gegen nicht erlaubtes Gehweg-Parken. Künftig will man aber zunächst Gnade vor Recht ergehen lassen und bei ersten Kontrollen Hinweiskarten verteilen, die auf den Parkverstoß aufmerksam machen. Außerdem denkt die Stadt darüber nach, Gehweg-Parken an geeigneten Stellen zu legalisieren.

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