Stadt will Konzert von Xavier Naidoo im Westfalenpark absagen lassen

Rechte Äußerungen

Das Konzert von Xavier Naidoo, das für den 5. September im Westfalenpark geplant war, ist aktuell in der Schwebe. Das hat aber nichts mit dem Coronavirus zu tun.

Dortmund

23.04.2020, 16:28 Uhr / Lesedauer: 1 min
Xavier Naidoo macht immer wieder mit antisemitischen und rassistischen Aussagen auf sich aufmerksam. Auch pflegt er Kontakte zur Identitären Bewegung.

Xavier Naidoo macht immer wieder mit antisemitischen und rassistischen Aussagen auf sich aufmerksam. Auch pflegt er Kontakte zur Identitären Bewegung. © picture alliance / Uwe Anspach/d

Weil er immer wieder mit antisemitischen und rassistischen Verschwörungstheorien auf sich aufmerksam macht und Kontakte in die rechtsextreme Szene pflegt, prüft die Stadt Dortmund aktuell, ob das Konzert von Xavier Naidoo am 5. September abgesagt werden kann.

„Für die Stadt Dortmund ist ein Konzert des Musikers Xavier Naidoo im Westfalenpark nicht vereinbar mit ihrem Charakter einer weltoffenen, vielfältigen und toleranten Stadt“, schreibt Stadtsprecher Frank Bussmann in einer Pressemitteilung.

Sierau: „Wollen Naidoo nicht in der Stadt haben“

Noch klarer äußert sich Oberbürgermeister Ullrich Sierau: „Wir wollen Xavier Naidoo nicht in unserer Stadt und auch nicht jene Anhänger seiner Musik, die seine Positionen teilen“, lässt er sich zitieren.

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Man sei nun in Gesprächen mit dem Veranstalter, der den Westfalenpark für dieses Konzert angemietet hat, wie sich, so die Stadt „eine Absage am besten regeln lässt“.

Man setze bei der Stadt darauf, dass der Vertragspartner die Auffassung der Stadt teile und eventuell einen Ersatz für den Termin am 5. September anbiete – „in der Corona-Situation immer vorbehaltlich des Gesundheitsschutzes und der dann gültigen Auflagen für derartige Veranstaltungen“, wie die Stadt hinzufügt.

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