Stadt zieht E-Knöllchen für Tesla auf E-Parkplatz zurück

Reaktion auf Berichterstattung

Die Stadt hat auf unsere Berichterstattung über das E-Knöllchen reagiert und zieht das Verwarngeld gegen Christine Denstorf zurück, die mit ihrem Elektroauto, aber ohne E-Kennzeichen auf einem E-Parkplatz geparkt und geladen hatte. Für ihren Rückzieher nennt die Stadt auch eine Begründung.

Dortmund

, 26.01.2018, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Stadt hat das Verfahren gegen Christine Denstorf wegen unberechtigten Parkens auf einem Parkplatz für Autos mit E-Kennzeichen eingestellt.

Die Stadt hat das Verfahren gegen Christine Denstorf wegen unberechtigten Parkens auf einem Parkplatz für Autos mit E-Kennzeichen eingestellt. © Foto Dieter Menne

Stadtsprecher Frank Bußmann sagte am Freitag, weil „eine Kette von Fehlern“ bei der Stadt zu der Verwarnung geführt habe, habe man das Verfahren wegen unberechtigten Parkens eingestellt.

Christine Denstorf hatte ihr E-Auto, ein Tesla, Model X, hat Christine Denstorf am 28. September 2016 bei den Bürgerdiensten in Lütgendortmund angemeldet und trotz Nachfrage kein E-Kennzeichen bekommen, weil sich die Mitarbeiter dort nicht damit auskannten. Weil Christine Denstorf keine Zeit hatte, auf einen neuen Termin zu warten, nahm sie ein „normales“ Kennzeichen.

Knöllchen über 10 Euro

Doch am vergangenen Mittwoch, als sie auf einem für E-Autos mit E-Kennzeichen kostenlosen Parkplatz parkte und ihr Fahrzeug während des Einkaufs gut sichtbar mit einem dicken blauen Kabel lud, klemmte bei ihrer Rückkehr ein Knöllchen über 10 Euro wegen unberechtigten Parkens an der Windschutzscheibe.

Die Nutzung eines Parkplatzes mit Ladesäule sei „grundsätzlich nur möglich, wenn das Fahrzeug mit einem E-Kennzeichen versehen ist“, erklärte dazu Stadtsprecher Maximilian Löchter auf Nachfrage.

„Es ist nicht in Ordnung, so wie das läuft.“

Christine Denstorf nahm am Freitag erfreut zur Kenntnis, dass die Stadt das Verfahren wegen des Knöllchens trotzdem eingestellt hat. Ihr ging es aber nicht primär um das 10-Euro-Knöllchen, sondern darum, „dass es nicht in Ordnung ist, so wie das läuft“.

Abgesehen von dem Unterschied, der absurderweise zwischen E-Autos und E-Autos mit E-Kennzeichen gemacht werde, fehle die klare Ausschilderung an den E-Parkplätzen, dass dort nur Fahrzeuge mit E-Kennzeichen erlaubt sind. So habe auch ein belgischer E-Porsche-Fahrer, der am Mittwoch neben ihr „aufgetankt“ habe, nicht wissen können, dass er dort unberechtigt stand.

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