Städtepartnerschaft mit Zwickau

20 Jahre Deutsche Einheit

20 Jahre Deutsche Einheit. Für uns Grund genug, nach Zwickau, eine unserer Partnerstädte, zu schauen. Zusammen mit den Kollegen von der Freien Presse, der dortigen Regionalzeitung, haben wir uns auf eine Spurensuche begeben.

DORTMUND/ZWICKAU

von Von Dennis Kittler

, 03.10.2010, 06:09 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Zwickauer Straße in Dortmund liegt im Kreuzviertel. Sie erhielt ihren Namen 1945. Zuvor war das hier - recht unverfänglich - die "Winkelstraße".

Die Zwickauer Straße in Dortmund liegt im Kreuzviertel. Sie erhielt ihren Namen 1945. Zuvor war das hier - recht unverfänglich - die "Winkelstraße".

Durch meine Familie, die eine politische Verbindung zur CDU hat, lernte ich im Frühjahr 1990 den späteren Zwickauer Oberbürgermeister Rainer Eichhorn kennen. Er führte eine Zwickauer Delegation an. Wir kamen ins Gespräch und er sagte: „So einen wie Sie können wir gebrauchen“. Ich war damals gerade mit meiner Ausbildung fertig und bewarb mich. Am 16. Juli 1990 nahm ich dann meine Arbeit auf, wurde Leiter des Rechtsamtes, der ich auch heute noch bin. 

Nur während der Referendarausbildung. Ich wusste zum Beispiel nicht, was ein Rechtsamt ist und was man dort macht. In Zwickau gab es das vorher auch nicht. Ich fing mit einer Sekretärin an und baute das Amt auf. Heute besteht das Rechtsamt aus drei Sachgebieten, das bekannteste dürfte die zentrale Bußgeldstelle sein.

Zunächst einmal: Meine Eltern konnten mit der Entscheidung nichts anfangen. Ich dagegen hatte mich schon im Studium mit DDR-Recht beschäftigt, hatte außerdem private Kontakte ins Erzgebirge. Ich fing im November 1989 nach dem Studium bei einer Versicherung an, merkte aber nach nicht einmal zwei Wochen – der 9. November war gerade vorbei: Hier bist du falsch.

Ja. Und wissen Sie was? Weil es damals die DDR noch gab, musste ich mich noch einbürgern lassen. Ich bin am 7. September 1990 DDR-Bürger geworden. 

Ich konnte zum Beispiel Zwickau von Zittau unterscheiden, war zu DDR-Zeiten in beiden Städten. Und ich wusste, dass Zwickau ein Industrie- und Autostandort ist.

Nein, wir sind jetzt eben an einem Punkt angekommen, an dem wir das nicht mehr in dem Maße pflegen müssen wie beispielsweise in den ersten fünf Jahren.  

  • Weitere Infos zu diesem Thema finden Sie in der Samstag-Ausgabe (2.10.) der Dortmunder Ruhr Nachrichten.

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