Start der Videoüberwachung Münsterstraße: Polizei ändert Zeitplan

rnNordstadt-Kriminalität

Wann will die Polizei beginnen mit der Videoüberwachung in der Nordstadt? Ab wann sollen die Kameras von der Münsterstraße Bilder ins Präsidium liefern? Der Zeitplan hat sich geändert.

Dortmund

, 13.11.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Eigentlich wollte man schneller loslegen. Das hatte die Dortmunder Polizei zuletzt mehrfach erklärt – unter anderem bei der großen Vorstellung des Projektes an der Münsterstraße.

18 Kameras sollten installiert werden und ihre Bilder ins Präsidium schicken. Das Ziel ist, dass die Polizei in Echtzeit sehen kann, wenn Drogendeals oder andere kriminelle Delikte geschehen, um schneller eingreifen zu können.

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Initiative gegen Kameras ist vor Gericht gezogen

Eine Initiative gegen Kameraüberwachung zieht allerdings gegen das Projekt vor Gericht. Ein wesentliches Argument ist, dass die Polizei eine Kamera auf das Café Nordpol gerichtet hat, einen Treffpunkt der linken Szene an der Münsterstraße 99.

Generell liegt die Sache seit Juli beim Verwaltungsgericht Gelsenkirchen. In dieser Woche ging dort nun ein Eilantrag ein.

Denn die Polizei hatte erklärt, noch bis Jahresende wolle man mit der Videoüberwachung beginnen.

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Polizei will auf die Entscheidung des Gerichts warten

Deshalb handelte auch die Initiative und schickte den neuen Antrag ans Gericht. Mit ihm allein kann man zwar nicht verhindern, dass das Projekt der Polizei startet. Doch der Eilantrag bewirkt, dass die Sache bei Gericht eine höhere Priorität erhält.

Als Reaktion ändert aber nun die Polizei ihren Zeitplan. „Aus Respekt vor der Entscheidung des Gerichts“ wolle man vorerst nicht beginnen, erklärte Polizeisprecherin Nina Kupferschmidt auf Anfrage. Heißt im Klartext: Vor einer Entscheidung des Gerichts werden keine Kameras eingeschaltet.

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