Hier könnte ein neuer Treffpunkt zum „Möllern“ in der Innenstadt entstehen. © Foto: Schaper (A)
In der Innenstadt

Statt Möllerbrücke: Ist das der neue Ort zum Möllern in Dortmund?

Friedrich Fuß, grüner Bezirksbürgermeister der Innenstadt-West, weiß, wo junge Leute künftig „möllern“ könnten. Sein Hotspot hat alles, was die Möllerbrücke auch hat – und noch einen Vorteil.

Die Stadt Dortmund ist auf der Suche nach einem neuen Hotspot als Ersatz für die Möllerbrücke. Das nächtliche „Möllern“, das auch Besucher aus umliegenden Städten anzieht, sorgt immer wieder für Konflikte mit lärmgeplagten Anwohnern und für Polizeieinsätze. Wegen der Hinterlassenschaften der nächtlichen Treffs wie kaputte Flaschen und Kartons wird die Brücke auch schon „Müll-erbrücke“ geschimpft.

Dortmunds Oberbürgermeister Thomas Westphal sucht nach einer Lösung. Friedrich Fuß, grüner Bezirksbürgermeister der Innenstadt-West, hat sie vielleicht schon. Künftiger Treffpunkt für junge Leute könnte ein Areal am Dortmunder U sein.

Fuß denkt an den sehr lang gestreckten Platz zwischen dem Robert-Bosch- und dem Robert-Schuman-Berufskolleg mit der breiten Treppe in der Mitte. Die könnte sogar als Zuschauertribüne genutzt werden – so jedenfalls hatte es das Architekturbüro Gerber schon in seinem Entwurf vorgesehen. Darin war sogar von „einem zentralen städtischen Platz“ die Rede. Die Treppe lade als Tribüne zu Open-Air-Veranstaltungen ein.

Alles, was die Möllerbrücke hat

„Ich war damals als Bezirksbürgermeister in der Jury, als es um die Auswahl des Entwurfs für den Schulbau ging. Ich erinnere mich, dass damals von einer Stadt die Rede war, die diese Terrasse genauso brückenartig gebaut hat“, berichtet Fuß.

Die Fläche sei bestens als Treffpunkt und Möllerbrücken-Ersatz geeignet, so der Bezirksbürgermeister: „Sie hat alles, was die Möllerbrücke hat“ – angefangen von einem Rewe an der Rheinischen Straße für den Getränke-Nachschub bis zum ÖPNV-Anschluss mit der U-Bahn-Station Westentor. Fuß: „Und sie liegt mitten in der Stadt. Da stört man aber niemanden im Gegensatz zur Möllerbrücke; denn die Schulen und das Ostwall-Museum sind abends geschlossen.“

Möllerbrücke wird ohnehin umgestaltet

Parallel zu den Berufskollegs entsteht zwar zurzeit ein großes studentisches Wohngebäude, doch „da wohnen dann diejenigen, die auch draußen sitzen würden“, sagt Fuß.

Der Bezirksbürgermeister hat noch ein Argument für den Umzug der Möllerbrücken-Fans zum U: „Mit dem geplanten Umbau der Möllerbrücke und des Sonnenplatzes wird es sowieso zu einer Veränderung kommen.“ Durch die Baumaßnahme wäre das Areal als Treffpunkt nicht nutzbar. Der Bezirksbürgermeister: „Wenn man das nutzen würde . . .“

Über die Autorin
Redaktion Dortmund
Stellvertretende Leiterin der Dortmunder Stadtredaktion - Seit April 1983 Redakteurin in der Dortmunder Stadtredaktion der Ruhr Nachrichten. Dort zuständig unter anderem für Kommunalpolitik. 1981 Magisterabschluss an der Universität Bochum (Anglistik, Amerikanistik, Romanistik).
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Gaby Kolle

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