Das Klinikum Dortmund hat seine zweite reine Corona-Station eröffnet. (Symbolbild) © Oliver Schaper (Archiv)
Corona-Pandemie

Steigende Zahlen: Klinikum Dortmund eröffnet zweite Corona-Station

Das Klinikum Dortmund hat auf die steigenden Corona-Zahlen reagiert: Seit Dienstag (27.10.) ist eine weitere Station nur für Corona-Patienten in Betrieb. Weitere Planungen laufen bereits.

Das Klinikum Dortmund reagiert auf die steigende Anzahl von Corona-Patienten, die stationär behandelt werden müssen: Seit Dienstag (27.10.) ist eine zweite Station, auf der ausschließlich Corona-Patienten behandelt werden, in Betrieb.

„Damit haben wir eine Infektionsstation, auf der auch andere Patienten behandelt werden, und zwei reine Corona-Stationen“, so Geschäftsführer Rudolf Mintrop.

29 Patienten, bei denen Corona nachgewiesen ist, und 26, bei denen das Testergebnis noch aussteht, werden am Dienstag im Klinikum Dortmund behandelt. Insgesamt werden in Dortmund an diesem Tag 85 Covid-Patienten stationär versorgt.

Die Patientenzahl ist im Oktober deutlich angestiegen: Am 1. Oktober lagen nur 12 Corona-Patienten im Krankenhaus. Aktuell sei die Lage im Klinikum aber gut zu beherrschen. „Es gibt keinen Grund zur Panik,“ so Mintrop.

Planungen für dritte Corona-Station laufen bereits

„Wir sind weiter dabei uns vorzubereiten: Letzte Woche haben wir die erste Covid-Station aufgemacht, diese Woche die zweite und die dritte haben wir schon ins Auge gefasst. Wann wir die brauchen, weiß ich aber nicht“, sagt Mintrop.

Von Panik oder Hektik sei man weit entfernt: „Es läuft jetzt anders als im Frühjahr. Alle warten darauf, dass es hier aussieht wie in Bergamo – davon sind wir aber weit, weit, weit entfernt.“

„Aktuell ist das alles noch gut händelbar“, sagt auch Lungenspezialist Dr. Bernhard Schaaf in einem Video, das das Klinikum auf Instagram veröffentlich hat. Trotzdem bedeute die zweite Corona-Station eine enorme Veränderung im Tagesablauf des Pflegepersonals: „Vorher hatten wir eine deutlich andere Mischung an Patienten. Es ist ungewöhnlich, Stationen zu haben, auf denen alle das gleiche Krankheitsbild haben.“

Behandlung seit Frühjahr verbessert

Generell seien die aktuellen Behandlungszahlen von Covid-Patienten aber noch in einem Bereich, der nur einen kleinen Teil des Klinik-Alltags bestimme, sagt Rudolf Mintrop: „Wir haben 1400 Betten allein im Klinikum, 4000 in ganz Dortmund. 80 stationäre Covid-Patienten sind im Verhältnis da nicht so viel.“

Seit der ersten Corona-Welle im April habe man zudem viel über die Krankheit gelernt, so Mintrop: „Der Behandlungsalgorithmus ist ein anderer als noch im April.“ Man wisse mittlerweile mehr darüber, wie man Patienten medikamentös behandeln kann und wann und wie eine Beatmung am besten helfe.

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Jessica Will