Das Landgericht Dortmund © Dieter Menne (Archivbild)
Prozess startet am Landgericht

Stiefvater soll 13-Jährigen brutal misshandelt und missbraucht haben

Die Staatsanwaltschaft erhebt schwere Vorwürfe gegen einen 34-jährigen Dortmunder. Die Einzelheiten aus der Anklageschrift lesen sich wie ein Protokoll des Schreckens.

Zwischen dem 28. April und dem 7. Mai soll der Angeklagte immer wieder brutal über den 13-jährigen Sohn seiner Lebensgefährtin hergefallen sein.

Während die Mutter des Kindes arbeiten war, soll der Angeklagte ihn unter anderem mit einem Ladekabel und mit den Fäusten geschlagen haben. Als die Lebensgefährtin eines Tages Verdacht schöpfte, soll der 34-Jährige das Kind eingesperrt und zur Rede gestellt haben.

Im Verlauf der laut Anklage mehr als zwei Stunden dauernden Befragung kam es angeblich dazu, dass sich der 13-Jährige nackt ausziehen musste. Er soll dann Schläge in die Genitalien erhalten haben. Außerdem kam es zu weiteren Missbrauchshandlungen, so die Staatsanwaltschaft.

Kopf unter Wasser gedrückt?

In der Anklageschrift ist darüber hinaus davon die Rede, dass der Angeklagte den Kopf des Kindes in der Badewanne unter Wasser gedrückt haben soll. Als der 13-Jährige schließlich mit Blutergüssen und Schwellungen am ganzen Körper in die Kinderklinik gebracht wurde, soll er den Ärzten vorgelogen haben, er sei auf dem Heimweg von der Schule von Unbekannten angegriffen worden.

Ab dem 10. Dezember muss sich der Mann wegen Kindesmisshandlung und Missbrauchs vor Gericht verantworten. Für den Prozess hat die Jugendschutzkammer des Landgerichts Verhandlungstage bis Februar angesetzt.

Über den Autor