Störsignale gegen BVB-Fans: Verfahren eingestellt

Staatsanwaltschaft

Die Staatsanwaltschaft hat in der sogenannten "Schallaffäre" um den Fußball-Bundesligisten 1899 Hoffenheim das Verfahren eingestellt. 18 BVB-Fans hatten Anzeige gegen den Club erstattet, weil ein Hausmeister des Clubs eine Lärmmaschine installiert hatte, um ihre Gesänge zu übertönen.

DORTMUND/HOFFENHEIM

13.12.2011, 21:08 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Lautsprecher wurden von der Polizei im Stadion sichergestellt. Foto: Polizei-Handout

Die Lautsprecher wurden von der Polizei im Stadion sichergestellt. Foto: Polizei-Handout

Wie der Club mitteilte, hat die Staatsanwaltschaft Heidelberg das Verfahren wegen «erwiesener Unschuld» eingestellt.Gesänge gegen Dietmar Hopp Zuvor hatte die «Rhein-Neckar-Zeitung» über das Ende der Ermittlungen berichtet. Am 13. August hatte ein Hausmeister des Clubs beim Spiel gegen Borussia Dortmund (1:0) eine Lärmmaschine aufgebaut, um die Schmähgesänge der BVB-Fans gegen Mäzen Dietmar Hopp zu übertönen. Bei der Polizei gingen daraufhin 18 Anzeigen wegen Körperverletzung ein. Die Anlage war auch bei vier anderen Spielen in Sinsheim zum Einsatz gekommen.

Keine gesundheitlichen Gefahren Ein Lärmgutachten habe nun ergeben, dass von der selbst gebastelten Maschine keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen hätten ausgehen können. Dafür sei die Dezibel-Stärke der Apparatur zu schwach gewesen, berichtete die Zeitung. Der Club erklärte, dass ihm keine weiteren Informationen vorlägen, die Vereinsführung will sich nun um schnellstmögliche Einsicht in das Sachverständigengutachten bemühen will. «Ich bin erleichtert und froh. Und ich hoffe, dass es eine Lehre für all diejenigen ist, die uns vorschnell verurteilen», sagte Hoffenheims Mäzen Hopp der «RNZ». «Damit werden die Spekulationen und Unterstellungen gegenstandslos, unter denen wir zu leiden hatten», fügte der Hoffenheimer Geschäftsführer Frank Briel hinzu.

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