Straftaten in Dortmund um 1515 Fälle gesunken

Kriminalitätsstatistik

DORTMUND Die Zahl der von der Polizei erfassten Straftaten sinkt in Dortmund seit 2007 stetig. Die Hälfte der im vergangenen Jahr gezählten Delikte konnten die Ermittler einem Täter oder Banden zuordnen.

von Von Peter Bandermann

, 03.03.2010, 17:25 Uhr / Lesedauer: 1 min
2010 wurden weniger Einbrüche registriert.

2010 wurden weniger Einbrüche registriert.

Das zeigt sich vor allem beim Straßenraub, was im Sprachgebrauch der jungen Täter als „Abziehen“ verharmlost wird: Fast 59 Prozent der Fälle geht auf das Konto der unter 21-Jährigen. Die Aufklärungsquote liegt mit 42,20 Prozent unter dem Durchschnitt. „Das Abziehen ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine schwere Straftat“, stellte Kriminalrat Christian Voßkühler klar. Deutlich weniger zu zählen hätten die Statistiker im Polizeipräsidium, wenn die Dortmunder ihr Eigentum besser schützen würden. Denn Diebstähle dominieren mit 33.761 Fällen die ebenfalls rückläufigen Fallzahlen. In PKW liegende Navigationsgeräte oder arglos in Taschen transportierte Geldbörsen, auf die für „Profis“ schnell ein Zugriff möglich ist, belasten die Statistik spürbar, obwohl die Bürger ihr Eigentum ohne technische Hilfe – und damit ohne Geld – selbst schützen könnten.

Besonders erfreut war Polizeipräsident Schulze über den Rückgang der Drogentoten im Langzeitvergleich: Vor zehn Jahren starben über 30 Abhängige an den Folgen des Konsums – 2009 waren es 15. Schulze: „Der Rückgang hat auch etwas mit dem Drogenkonsumraum in der Innenstadt zu tun.“ 

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